Guttenberg gegen Datum für NATO-Abzug aus Afghanistan

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

Osnabrück - Nach der Afghanistan-Konferenz in Kabul hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg davor gewarnt, für den Abzug der NATO-Soldaten ein Datum zu setzen.

In einem Interview der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ räumte der CSU-Politiker zugleich Fehler ein. “Alle Politiker - mich eingeschlossen - haben teilweise Bilder gezeichnet und Ziele formuliert, die sich inzwischen als Illusion erwiesen haben.“ Mit Blick auf einen möglichen Beginn des Truppenrückzugs im Jahr 2011 betonte der Minister, dass dafür klare und harte Bedingungen erfüllt sein müssten.

Unsere Soldaten in Afghanistan

Unsere Soldaten in Afghanistan

“Ohne solche Bedingungen kann's nicht laufen, ein Abzug darf kein Selbstzweck sein, sondern er muss an das klare Erreichen von Zielen geknüpft sein“, sagte Guttenberg. Das Ziel in Afghanistan könne heute nicht mehr die Einrichtung einer Westminsterdemokratie sein. “Wir müssen ein Mindestmaß an Stabilität herstellen. Wenn das erreicht ist, kann man mit einem Abzug beginnen, aber man sollte keine Enddaten für einen Abzug setzen, das wäre verheerend und dumm.“

dapd

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