Irlands Regierung zerbricht

London/Dublin - Irlands Grüne haben der Regierung von Premierminister Brian Cowen am Sonntag die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Damit ist die konservative Regierung in Dublin mitten in der schweren Schulden- und Wirtschaftskrise des Landes am Ende. “Unsere Geduld ist erschöpft. Das Vertrauen (zu unserem Koalitionspartner) ist vollends zusammengebrochen“, sagte Grünen-Parteichef John Gormley am Sonntagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Dublin. Gormley kündigte an, bis zur Auflösung des Parlaments mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um den Sparhaushalt noch zu verabschieden.

Nach chaotischen Tagen, einer missratenen Kabinettsumbildung und scharfer Kritik auch aus den eigenen Reihen hatte Ministerpräsident Brian Cowen am Samstag seinen Verzicht auf den Parteivorsitz erklärt. Zugleich bekräftigte er, bis zu den Wahlen Premierminister bleiben zu wollen.

Die Opposition sprach von einer “Farce“. Es sei “schlicht nicht vertretbar“, dass Cowen im Amt bleibe, sagte der Vorsitzender der Labour-Partei, Eamon Gilmore. Der Druck auf Cowen steigt jetzt, sein Amt niederzulegen und die für den 11. März geplanten Neuwahlen vorzuziehen. 

dpa/dapd

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