FDP und Grüne: Änderungen bei Flugticket-Steuer

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Patrick Döring fordert, dass auch Privatjets eine Abgabe zahlen müssen.

Berlin - Angesichts der geplanten Steuern auf Flugtickets werden Rufe nach Änderungen laut. Auch Privatjets sollen eine Abgabe zahlen. Auch die First-Class-Reisenden will er gesondert zur Kasse bitten.

So sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Patrick Döring in der “Bild“-Zeitung, dass nicht nur der einfache Bürger beim Urlaubsflug zur Kasse gebeten werden dürfe, während Privatjets von der Abgabe ausgenommen sind. “Auch die Wirtschaft muss ihren Teil beitragen. First Class-Reisende müssen mehr zahlen“, forderte er. Dadurch könne die Abgabe für den einfachen Fluggast gesenkt werden.

Die Grünen verlangen dagegen bei der geplanten Abgabe eine stärkere Belastung von Inlandsflügen. “Die pauschale Besteuerung bringt nicht die ökologische Lenkungswirkung, die das Gesetz verspricht“,sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Anton Hofreiter, der “Frankfurter Rundschau“. “Dazu müsste man Kurzstreckenflüge, für die es Alternativen zum Flugzeug gibt, stärker belasten.“

Die Luftfahrtsteuer ist Teil des Sparpakets

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass Passagiere von kommenden Januar an bis zu 26 Euro mehr bezahlen müssen. Danach sollen für Flüge von deutschen Flughäfen aus auf Inlandslinien sowie innerhalb Europas und nach Nordafrika 13 Euro je Fluggast als Steuer erhoben werden - unabhängig von der Airline. Für Langstreckenflüge aus Deutschland könnten 26 Euro fällig werden.

Die deutschen Fluggesellschaften gehen davon aus, dass das Fliegen teurer wird, sollte die Steuer wie geplant kommen. Auch die Bundesregierung erwartet, dass die Abgabe auf die Ticketpreise aufgeschlagen wird. Die Mehreinnahmen von jährlich einer Milliarde Euro will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur Etatsanierung nutzen. Die Luftfahrtsteuer ist Teil des Sparpakets.

dpa

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