Heftige Wortwahl

Böhmermann poltert derb im Streit um Greta Thunberg: „Endlich Dieter Nuhr die Fresse polieren“

Der Kabarettist Dieter Nuhr polarisierte mit seinen Witzen über die Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Jan Böhmermann schlägt sich auf die Seite der Schwedin und schießt gegen Dieter Nuhr.

  • Dieter Nuhr steht in der Kritik, weil er Witze über die Klima-Aktivistin Greta Thunberg gemacht hatte.
  • Jetzt äußert sich der Kabarettist zu den Reaktionen.
  • Bei der Diskussion um den Klimawandel sieht Dieter Nuhr ein großes Problem.

Update 20. Dezember 2019, 16.38 Uhr: Trotz massiver Kritik: Dieter Nuhr hat auch in seinem Jahresrückblick im Ersten Umfeld, Anhänger und politische Forderungen von Greta Thunberg ins Visier genommen. Aber auch ein Lob hatte der Comedian parat.

Dieter Nuhr im Fokus von Jan Böhmermann: „Greta hat drei Forderungen“

Update 6. Dezember 2019, 19.10 Uhr: Dieter Nuhr sorgt nun bereits seit Wochen mit seinen Sticheleien gegen Klimaaktivistin Greta Thunberg für Aufsehen. Mehrmals hatte der Kabarettist Witze auf Kosten der jungen Schwedin gemacht, die sich momentan beim UN-Klimagipfel in Madrid befindet. 

Thunberg, die wahrscheinlich nicht einmal um die Existenz Nuhrs weiß, bekommt nun Beistand aus dem deutschen Fernsehen, und zwar von Jan Böhmermann. Der 38-Jährige sprach in seiner Show „Neo Magazin Royale“ über die schwedische Aktivistin.

"Sie hat drei wichtige Forderungen: Erstens Emissionen senken. Klimafreundlicher leben ist Forderung zwei. Und die wichtigste Forderung von Greta Thunberg: Irgendjemand soll verdammt nochmal endlich Dieter Nuhr die Fresse polieren", so Böhmermann. 

Das Publikum feiert den wohl nicht ganz ernst gemeinten Seitenhieb gegen Dieter Nuhr mit Applaus und Jubel. Na da kann man ja mal auf die nächste Woche gespannt sein, ob in der Show von Dieter Nuhr eine Antwort folgen wird.

Der WDR sorgte nun mit einem Klima-Song für einen echten Eklat: Den Lied-Text zu „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“ und den WDR-Kinderchor-Auftritt im Video gibt es hier.

Dieter Nuhr warnt nach Eklat um Greta-Kritik drastisch: „Führt in die Katastrophe“ 

Ursprungsmeldung: Dieter Nuhr stand in der letzten Zeit nicht wegen seinen gelungenen Witzen in den Schlagzeilen, sondern wegen denen, die vielen offenbar zu weit gegangen sind. 

Seine Sticheleien gegen die „Fridays for Future“- Aktivistin Greta Thunberg erregten die Gemüter in den sozialen Medien. Der Kabarettist ist in den vergangenen Wochen Opfer eines Shitstorms geworden. Das hielt ihn jedoch nicht ab, weitere Witze auf Kosten der Klima-Aktivistin Greta Thunberg zu machen. 

In einem Interview auf stern.de erläuterte Dieter Nuhr seine Sicht auf die Kontroversen der letzten Zeit. In diesem gab er an, dass ihn die Berichterstattung der Medien nerve. „Da ging es in erster Linie darum, polarisierende Konflikte zu erzeugen, um möglichst viel Auflage und Klicks zu generieren. Wahrheit und seriöse Gewichtung blieben auf der Strecke.“

Dieter Nuhr über die Reaktionen auf seine Witze über Greta Thunberg

Von einigen Zuschauern wurde Dieter Nuhr anscheinend in das rechte politische Spektrum gestellt. Auch wurde er in die Nähe der AfD gedrückt. „Wer mich in die Nähe der AfD bringt, will nicht argumentieren, sondern mich beleidigend etikettieren, mit dem Ziel, mich zum Schweigen zu bringen, weil ich Unbequemes formuliere.“

Allerdings sieht Dieter Nuhr nicht, dass er etwas Falsches gesagt haben soll. Sollte ihn jemand auf einen Fehler ansprechen, ändere er seinen Text. In dem Interview meinte er zudem, dass seine Pointen über Greta Thunberg im Nachhinein sogar besonders gelungen waren. Sie hätte Hysterie ausgelöst, weil sie einen wunden Punkt getroffen habe. „Auf Menschen, die andere Meinungen nicht mehr ertragen, weil sie in ihrer Blase damit in der Regel nicht mehr konfrontiert werden, kann ich keine Rücksicht nehmen.“

Greta Thunberg: Dieter Nuhr über die Probleme um den Klimawandel

Ein Problem an der Diskussion um den Klimawandel sei laut Nuhr, dass alle über die Folgen redeten. Was niemand anspreche, seien die radikalen Verhinderungsstrategien. Es würde nur mit Verboten und Verzicht reagiert. Das würde bedeuten: „Die Weltwirtschaft bricht zusammen. Rückbau der Globalisierung. Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den großen Wirtschaftsregionen lösen sich auf.“ 

Dem würden schwere Konsequenzen folgen. Milliarden Menschen würden in Armut geraten und sich so etwas nicht gefallen lassen. „Da droht nicht nur Hunger. Umwälzungen dieser Qualität bringen selbstverständlich auch die Gefahr von Krieg mit sich. Die Freude am revolutionären Umsturz, die sich bei uns gerade breitmacht, führt in die Katastrophe.“ 

Greta-Witze: Die Reaktion in den sozialen Medien auf seine Witze hatte Dieter Nuhr nicht erwartet

Mit der Welle der Entrüstung hätte er nicht gerechnet. Auch sei die Reaktion der Situation geschuldet: „Wäre am selben Tag ein verheerender Unfall oder ein Anschlag passiert, wäre der Shitstorm ganz woanders losgebrochen.“ Allerdings scheint sich die Entrüstung hauptsächlich im Netz abzuspielen. Als Privatperson wurde weder er noch seine Familie bedroht. „Im normalen Leben bin ich noch nie so freundlich behandelt worden wie im Moment. Ich erlebe einen enormen Zuspruch.“

Wie Dieter Nuhr mit dieser Kritik an seinen Witzen umgeht, hatte er in einem Interview auf merkur.de* erklärt.

Sein Auftritt in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ schlägt weiter hohe Wellen: Klimaforscher Hans von Storch polarisiert mit seinen Thesen.

Mit 16 wurde sie weltberühmt – nun ist Greta Thunberg 17 Jahre alt geworden. Sie feiert ihren Geburtstag nur etwas anders. 

Während des Weltklimagipfels in Madrid veranstalten Greta Thunberg und Luisa Neubauer ein Event. Dort schlagen Wissenschaftler schlagen Alarm.

Greta Thunberg hat vor, eine Marke anzumelden - ihre eigene Klima-Bewegung „Fridays for Future“. Ihre Begründung dafür klingt drastisch.

Vor der Wahl in Großbritannien sendete Greta Thunberg einen eindringlichen Appell an die Wahlberechtigten.

Bei der Wahl zum „Unwort des Jahres“ 2019 bezog sich die Jury auf die aktuelle Klimadebatte.

*Merkur.de ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe, dpa / Henning Kaiser

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