Georg Fahrenschon neuer Sparkassenpräsident

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Der ehemalige bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) wird neuer Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Berlin - Der ehemalige bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) wird neuer Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Eine Mitgliederversammlung mit Vertretern der regionalen Sparkassenverbände, der Landesbanken und der drei kommunalen Spitzenverbände wählte den 43-Jährigen am Mittwoch in Berlin für eine Amtszeit von sechs Jahren. Fahrenschon wird voraussichtlich im Mai die Nachfolge von Heinrich Haasis antreten, der den DSGV seit 2006 führt.

Der Posten gehört zu den einflussreichsten der Kreditwirtschaft. Die Sparkassen-Finanzgruppe umfasst rund 600 Institute, daraunter 430 Sparkassen, die Landesbanken, Landesbausparkassen und die Fondsgesellschaft Deka-Bank. In der Gruppe sind rund 350 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Fahrenschon will sich nach eigenen Worten für schlagkräftigere und effizientere Strukturen innerhalb der Sparkassen-Organisation einsetzen und für eine angemessene Regulierung der Finanzmärkte. “Wirtschaftliche Solidität, Sparsamkeit und Kapitalerhalt werden als Leitgedanken wieder wichtiger. Sparkassen und die von ihnen vertretenen Geschäftsprinzipien müssen als Teil der Lösung der Finanzkrise erkannt werden“, sagte Fahrenschon nach DSGV-Angaben vor den Mitgliedern. Dabei müsse der Charakter der Sparkassen als dezentrale, kundennahe Institute erhalten werden.

Der Diplom-Ökonom Fahrenschon war der einzige Kandidat für den Chefposten, nachdem der Konkurrent Rolf Gerlach, Chef des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, seine Bewerbung Anfang November zurückgezogen hatte. Zuvor hatten vor allem die süddeutschen Regionalverbände Fahrenschon ihre Unterstützung signalisiert.

Als bayerischer Finanzminister von Oktober 2008 bis Anfang November 2011 war der gebürtige Münchener auch Vorsitzender der BayernLB. Direkt nach Amtsantritt musste er die angeschlagene Landesbank mit Finanzspritze von zehn Miliarden Euro retten.

dpa

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