10 Punkte Verlust

Frankreichs Präsident Macron stürzt in Beliebtheits-Umfrage ab

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Zehn Beliebtheitspunkte hat Emmanuel Macron innerhalb des vergangenen Monats verloren. 

Es schien als könnte den neuen französischen Präsidenten nichts aufhalten. Er und seine Partei „En Marche“ konnten sich über hohe Beliebtheit freuen - bis jetzt.

Paris - Zwei Wahlen hat er souverän gewonnen, doch nun kommt offensichtlich der Gegenwind: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (39) hat nach einer neuen Umfrage bei den Franzosen erheblich an Beliebtheit eingebüßt. 54 Prozent der Befragten seien mit dem jüngsten französischen Staatschef aller Zeiten zufrieden, das sei innerhalb eines Monats ein Rückgang von zehn Punkten, berichtete die Wochenzeitung „Le Journal de Dimanche“ (JDD) am Sonntag unter Berufung auf das bekannte Meinungsforschungsinstitut Ifop.

Einen schlimmeren Umfragen-Absturz zu Mandatsbeginn habe nur Konservative Jacques Chirac hinnehmen müssen, berichtete das Blatt. Zwischen Mai und Juli 1995 habe der Rückgang für ihn 15 Punkte betragen.

Wegen Budgetkürzungen gab es bereits Streit mit der Armee

Der sozialliberale Macron hatte sich im Mai bei der Präsidentschaftswahl gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen durchgesetzt. Einen Monat später gewann seine Partei La République en Marche die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. In den vergangenen zwei Wochen hatte es wegen Budgetkürzungen schwere Querelen mit der Armeeführung gegeben - Generalstabschef Pierre de Villiers trat deswegen zurück. Insgesamt will die Regierung von Premier Edouard Philippe im laufenden Jahr 4,5 Milliarden Euro einsparen, um die EU-Defizitvorgaben zu erfüllen. Sorgen macht den Menschen nach Angaben der Zeitung unter anderem die geplante Reform zur Lockerung des Arbeitsrechts.

Macron konzentrierte sich bisher vor allem auf internationale Auftritte: Er empfing seinen US-Amtskollegen Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. Nach dem Élyséekalender wird an diesem Montag der U2-Sänger Bono erwartet, der eine Entwicklungshilfeorganisation vertritt. Am Mittwoch ist dann die R&B-Sängerin Rihanna im Élysée an der Reihe. Sie ist Botschafterin für die Organisation Global Partnership for Education (GPE - Weltweite Bildungspartnerschaft).

dpa

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