Abstimmung am Freitagabend

12.000 Klagen gegen Fiskalpakt

München - Am Freitagabend wird über ESM und Fiskalpakt in Bundestag und Bundesrat abgestimmt. Unmittelbar danach werden beim Bundesverfassungsgericht mehr als 12.000 Klagen und Anträge eingereicht.

Verfassungsbeschwerden, zwei Organklagen und eine Reihe von Anträgen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung: Mit letzteren soll dem Bundespräsidenten untersagt werden, vor einer Entscheidung des Verfassungsgerichts die Vertragswerke zu unterzeichnen. Sämtliche Klagen liegen der “Süddeutschen Zeitung“ vor, berichtet das Blatt in seiner Freitagausgabe.

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Die Kläger, unter ihnen der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und alle Bundestagsabgeordneten der Linken, kritisieren eine Aufgabe deutscher Souveränität, die vom Grundgesetz nicht gedeckt sei.

Gerügt wird eine “Grundrechtsverletzung durch unterlassene Volksabstimmung“. Die vorgesehenen tiefgreifenden Veränderungen der Staatsorganisation und die Zentralisierung von Kompetenzen auf europäischer Ebene seien auch mit Zweidrittelmehrheit im Bundestag nicht statthaft. Über eine neue Machtverteilung zwischen Nationalstaat und EU müsse das Volk abstimmen.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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