Eklat im EU-Parlament

Britischer Politiker bezeichnet Nationalsozialismus als linke Ideologie

+
Der britische Politiker Syed Kamall hat den Nationalsozialismus als linke Ideologie bezeichnet und so für einen Eklat im EU-Parlament gesorgt.

Ein britischer Politiker hat im EU-Parlament in Straburg den Nationalsozialismus als linke Ideologie bezeichnet. Damit sorgte er für einen Eklat.

Straßburg - Der konservative britische Europaabgeordnete Syed Kamall hat linke Parteien in die Nähe der Nazis gerückt. Mit einer Aussage sorgte er für einen Eklat im EU-Parlament. 

„Wir müssen uns daran erinnern, dass Nazis nationale Sozialisten waren. Das ist eine Spielart des Sozialismus“, sagte Kamall am Mittwoch in Richtung der sozialdemokratischen Fraktion im Parlament. „Es ist eine linke Ideologie. Sie wollen dasselbe wie Sie.“ Auf wütende Zwischenrufe entgegnete er: „Sie mögen wohl die Wahrheit nicht, oder?“

Britischer Politiker sieht Nazis bei den Linken: Empörung bei Sozialdemokraten

Udo Ballmann, der Vorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament, reagierte empört. Laut Udo Ballmann Kamall habe „die Faschisten, die diese Welt in Brand gesteckt haben, in die Nähe meiner politischen Familie gerückt“. Das sei eine „unsägliche Unverschämtheit“, „eine Entgleisung“ und des EU-Parlaments nicht würdig. Sozialdemokraten hätten sich dem Nationalsozialismus entgegengestellt, Hunderttausende von ihnen seien dem Naziterror zum Opfer gefallen.

Kamall entschuldigte sich daraufhin bei Bullmann, blieb aber bei seiner Einschätzung, dass der Nationalsozialismus keine rechte Ideologie sei.

Erst am Tag zuvor gab es ebenfalls einen Eklat um die EU-Kommission in Straßburg. Ein italienischer Politiker hämmertemit seinem Schuh auf die Notizen von Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici, weil die EU-Kommission seinen Haushaltsentwurf abgelehnt hatte.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare