Angeklagter beschwert sich

Eklat bei Vorbereitungen für 9/11-Prozess

Guantanamo Bay - Bei den Vorbereitungen für den Prozess wegen der Anschläge vom 11. September hat es am Donnerstag im US-Lager Guantanamo einen Eklat gegeben.

Der Angeklagte Walid bin Attash beschwerte sich bei dem Militärrichter lautstark, dass Wächter seine Zelle durchsucht und Gerichtsakten zu seinem Fall konfisziert hätten. Der Richter rief den Angeklagten mehrfach zur Ordnung und drohte, ihn aus dem Gerichtssaal zu werfen.

Angeklagt sind insgesamt fünf Männer, darunter der mutmaßliche Topterrorist Khalid Sheikh Mohammed. Ihnen wird unter anderem Mord zur Last gelegt. Falls sie verurteilt werden, droht ihnen die Todesstrafe. Der Prozess wird aber vermutlich erst in über einem Jahr beginnen. Bin Attash stammt aus dem Jemen und wuchs in Saudi-Arabien auf. Ihm wird vorgeworfen, den Attentätern des 11. September 2001 logistische Hilfe geleistet zu haben. Donnerstag war der letzte Tag seiner Anhörung zur Vorbereitung des Prozesses.

Zuletzt hatte ein führender Offizier in Guantanamo eingeräumt, dass in einem Besprechungszimmer für Gefangene und Anwälte ein verstecktes Mikrofon angebracht ist. Ihm sei aber versichert worden, dass es nicht benutzt werde, um vertrauliche Gespräche der Inhaftierten mit ihren Anwälten und dem Roten Kreuz abzuhören, erklärte Kapitän Thomas Welsh, der Rechtsberater des Kommandanten von Guantanamo.

ap

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