In Syrien gekämpft

Drei Jahre Haft für Mitglied von syrischer Dschihadistengruppe 

Die Richter sind überzeugt, dass ein 25-jährigen Syrer Mitglied in einer ausländischen Terrorgruppe war. Der Mann hatte 2013 und 2014 für den ehemaligen Al-Kaida-Ableger gekämpft. 

Stuttgart - Das Stuttgarter Oberlandesgericht hat ein ehemaliges Mitglied der syrischen Dschihadistengruppe Al-Nusra-Front zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen den 25-jährigen Syrer am Dienstag der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorgruppe und der Ausübung von Gewalt mit Kriegswaffen schuldig. Der Mann hatte demnach 2013 und 2014 für den ehemaligen Al-Kaida-Ableger gekämpft, der sich inzwischen selbst Fateh-al-Scham-Front nennt. 

In einer Flüchtlingsunterkunft festgenommen

Nach Feststellung des Stuttgarter Gerichts kämpfte der Mann in der syrischen Provinz Deir Essor für die Al-Nusra-Front, auch gegen die rivalisierende Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Als diese die Provinz 2014 eroberte, verließ er Syrien und kam im September 2015 nach Deutschland. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es können Rechtsmittel dagegen eingelegt werden. 

Nach früheren Angaben der Stuttgarter Generalstaatsanwaltschaft waren die deutschen Ermittler bei der Auswertung eines in einem Zug gefundenen elektronischen Datenträgers auf die Spur des 25-Jährigen gekommen. Er wurde daraufhin im September vorigen Jahres in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Böblingen festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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