Markige Worte auch gegen Trump

„Dumm“ und „jämmerlich“: Nordkoreas Regime schießt gegen Merkel und EU

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist unzufrieden mit einer Entscheidung Deutschlands und anderer EU-Staaten.

Nordkorea hat mit scharfen Worten US-Präsident Donald Trump kritisiert. Auch mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, griff das Land in einer Stellungnahme an.

  • Nordkorea teilte mit markigen Worten gegen Donald Trump aus.
  • Damit reagierte das Land auf eine Warnung Trumps.
  • Auch Deutschland und weitere EU-Staaten griff Nordkorea verbal an.

Seoul - US-Präsident Donald Trump warnte Nordkorea zuletzt, seine Zusage an eine atomare Abrüstung zu brechen. Nordkorea antwortete nun mit heftigen Worten und schoss gleichzeitig auch gegen einige EU-Staaten, darunter auch Deutschland.

Es gebe so viele Dinge, die Trump nicht über Nordkorea wisse, erklärte der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees und frühere Geheimdienstchef, Kim Yong Chol. „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, wurde Kim am Montag von Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde sein künftiges Tun nur aufgrund dessen, was Trump gesagt habe, nicht mehr überdenken. „Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn (...) als ‚dementen Greis‘ bezeichnen.“

Video: Nordkorea meldet erfolgreichen Raketentest

Trump warnt Nordkorea - Ton verschärft sich wieder

Trump hatte Nordkorea am Sonntag davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe viel zu viel zu verlieren, falls er auf feindselige Weise handeln sollte, schrieb Trump auf Twitter. Er bezog sich auf eine Vereinbarung mit Kim Jong Un zur Denuklearisierung bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in Singapur 2018.

Kim Yong Chol, der im vergangenen Jahr als Gesandter Pjöngjangs nach Washington gereist war, warnte, Kim Jong Un könne seine Meinung über den US-Präsidenten ändern.

Ungeachtet der speziellen Beziehung zwischen Trump und Kim Jong Un hat sich der Ton zwischen beiden Ländern zuletzt wieder verschärft. Nordkorea hatte mit einem „neuen Weg“ gedroht, sollten die USA bis Jahresende keine neuen Vorschläge für die Atomgespräche vorlegen. Der zweite gemeinsame Gipfel war im Februar in Vietnam gescheitert. Die Verhandlungen sind seitdem nicht mehr vorangekommen.

Am Sonntag hatte Nordkorea einen „sehr wichtigen“ Test an einer Satelliten-Startanlage vermeldet, dessen Ergebnis auch Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Landes haben werde. Experten vermuten, dass Nordkorea ein Raketentriebwerk getestet hat. Trump selbst sieht sich unterdessen in Sachen Amtsenthebungsverfahren immer mehr unter Druck.

Nordkorea schießt gegen Deutschland: „dumm“ und „jämmerlich“

Doch nicht nur Donald Trump bekam sein Fett weg: Nordkorea schoss auch gegen mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, wie der Focus berichtet. Hintergrund: Nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates vergangenen Mittwoch hatten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Estland, Polen und Belgien ihre Besorgnis über Nordkorea und sein Machtgebahren erneuert. Nordkorea reagierte darauf mit einer Stellungnahme und bezeichnete den Schritt als „ernsthafte Provokation“, nannte ihn „dumm“ und sprach von „Paranoia“ der EU-Staaten. Zusätzlich bezeichnete man die Staaten als „Schoßhunde“ der USA, ihr Verhalten „jämmerlich“.

Währenddessen polterte Trump zuletzt öffentlich über ein weniger politisches Thema: Die Klospülungen im Weißen Haus.

dpa/rjs

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