Israel-Reise des US-Präsidenten

Trump: Holocaust „dunkelste Stunde der Geschichte“

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Donald und Melania Trump gedenken in Jerusalem den Ermordeten Juden im Zweiten Weltkrieg.

Der US-Präsident entfachte das ewige Feuer in der „Halle der Erinnerung“ und gedachte den im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden durch die Nationalsozialisten.

Jerusalem - US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem an sechs Millionen Juden erinnert, die von den Nazis ermordet wurden. Der Holocaust sei „die dunkelste Stunde der Geschichte“ und das „grausamste Verbrechen gegen Gott und seine Kinder“, sagte er in Jerusalem. „Solange wir im Angesicht des Bösen nicht schweigen, (...) und der Barbarei nicht untätig zuschauen, wissen wir, dass Güte, Wahrheit und Frieden die Oberhand behalten werden.“ Trotz schwerer Verfolgung habe es das jüdische Volk geschafft, wieder zu gedeihen. „Dieser Ort und diese ganze Nation bezeugen den unbeugsamen Geist des jüdischen Volkes.“

Zuvor hatte er in der „Halle der Erinnerung“ das ewige Feuer angefacht und einen Kranz niedergelegt. Danach trug er sich in das Gästebuch ein.

Der Leiter der Gedenkstätte, Avner Schalev, überreichte Trump den exakten Nachdruck des Poesiealbums von Ester Goldstein, eines jüdischen Mädchens aus Berlin, das während des Holocaust ermordet worden war. Ihre Schwester Margot Herschenbaum, die einzige Überlebende der Familie, war bei dem Treffen mit Trump anwesend.

Der Trump-Besuch dauerte länger als geplant

In Israel war kritisiert worden, dass ursprünglich für Trumps Besuch in Yad Vashem nur 15 Minuten eingeplant waren. Letztlich dauerte die Visite etwa eine halbe Stunde. Die Holocaust-Gedenkstätte ist ein zentraler Bestandteil des israelischen Selbstverständnisses und gehört zum Pflichtprogramm jedes Staatsbesuchs. Trump war außerdem im Januar kritisiert worden, weil er am internationalen Holocaust-Gedenktag in einer Stellungnahme die Juden unerwähnt ließ.

dpa

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