DIHK fordert Masterplan für Schulbildung

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Schüler beim Lesen. Der am Mittwoch vorgestellte Leistungsvergleich der Bundesländer zeigt ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Bayern und Baden-Württemberg liegen vorn.

Berlin - Nach dem jüngsten Schulvergleich hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Länderzuständigkeit bei der Schulbildung kritisiert.

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Nach zehn Jahren halbherziger Reformen sollten sie “endlich einen Masterplan“ vorlegen, der tatsächlich die Qualität des Unterrichts verbessere und bei der Aus- und Fortbildung der Lehrer ansetze, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Ideologien helfen uns nicht weiter, und die gebetsmühlenartig vorgebrachte Rechtfertigung der Kultusminister, nur die Länderhoheit garantiere gute Schulen, wird mit jeder neuen Leistungsstudie weiter entkräftet.“ Die Unternehmen hätten auszubaden, was die Kultusminister mit unnützen Schulstrukturdebatten an Kraft und Zeit verpulvert hätten.

Der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, forderte: “Man sollte sich endlich an dem orientieren, was die innerdeutschen Testsieger tun.“ Als deren Erfolgsgeheimnis nannte Kraus in der “Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag) eine höhere Unterrichtsdichte sowie Lehrpläne mit hohem Verbindlichkeitsgrad. “Schüler im Süden haben mehr Unterrichtsstunden als anderswo.“

Der am Mittwoch vorgestellte Leistungsvergleich der Bundesländer zeigt ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Bayern und Baden-Württemberg liegen vorn. Aber auch Sachsen und Rheinland-Pfalz erreichten in verschiedenen Disziplinen Spitzenplätze. Zugleich belegt die Studie erneut die hohe Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Schulerfolg in Deutschland.

dpa

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