EU-Statistikbehörde Eurostat

Deutschland gewährt in der EU am häufigsten Asyl

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Im Jahr 2018 erhielten 139.600 Schutzsuchende in Deutschland einen positiven Bescheid. Foto: Christoph Schmidt

Luxemburg (dpa) - Deutschland hat 2018 im europäischen Vergleich am weitaus häufigsten Asyl oder einen anderen Schutzstatus gewährt. Gut 40 Prozent der positiven Entscheidungen seien im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik getroffen worden, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Das waren rund 139.600 von fast 333.400. Es folgen Italien (47.900) und Frankreich (41.400). Die Quote der positiven Bescheide war in Deutschland allerdings bei weitem nicht am höchsten. In der Bundesrepublik lag sie in erster Instanz bei 42 Prozent. Portugal, Luxemburg oder Irland beschieden dagegen zwischen 60 und 85 Prozent der Anträge positiv. Am geringsten war die Chance auf einen positiven Asylbescheid in Polen (14 Prozent) oder Tschechien (11).

Im Vorjahr hatte Deutschland mit 325.400 noch wesentlich mehr positive Bescheide ausgestellt. Dies machte 2017 einen Anteil von 60 Prozent der positiven Entscheidungen aus.

EU-weit ging die Zahl der neuen Anerkennungen von Schutzsuchenden im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück und fiel um fast 40 Prozent. Die meisten positiven Bescheide gingen an Syrer (96.100), Afghanen (53.500) und Iraker (24.600). 70 Prozent der Syrer erhielten ihren Schutzstatus in Deutschland.

Eurostat-Mitteilung

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