Drei Demonstranten wurden festgenommen

Demonstration gegen scharfe Internet-Kontrollen in Russland

+
Tausende Bürger demonstrierten heute in Russland gegen die zunehmende Kontrolle des Internets in ihrem Land.

Gegen die zunehmende Kontrolle und Überwachung des Internets in Russland, haben heute rund tausend Bürger protestiert. Drei Demonstranten sind offenbar festgenommen worden. 

Moskau - In Moskau haben am Sonntag rund tausend Bürger gegen die von der russischen Regierung betriebenen scharfen Kontrollen im Internet protestiert. "Nein zur Zensur - nein zur Diktatur!", riefen die Kundgebungsteilnehmer. "Nieder mit dem Polizeistaat!" Aktivisten der Website OVD Info teilten mit, drei Demonstranten seien festgenommen worden - einer von ihnen, nachdem er Flugblätter mit Werbung für den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verteilt hatte.

Die Teilnehmerzahl der Kundgebung wurde von einem AFP-Reporter auf 1000 bis 1500 geschätzt. Die Polizei sprach von 800 Teilnehmern. Die Kundgebung war von den Moskauer Behörden genehmigt worden. Veranstalter war die oppositionelle Parnas-Partei des früheren Ministerpräsidenten Michail Kasjanow.

Die Restriktionen bei der Internet-Nutzung in Russland hätten 2011 eingesetzt, sagte der 34-jährige Pawel Rassudow. Die Regierungsbehörden hätten damals bemerkt, dass über das Internet eine Mobilisierung für Straßenproteste möglich sei.

Die Bestimmungen für die Nutzung und Überwachung des Internets wurden in Russland in den vergangenen Jahren schrittweise verschärft. Seit dem 1. Januar sind die Provider verpflichtet, sämtliche privaten Daten zu speichern und auf Anforderung den Behörden zur Verfügung zu stellen.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare