"Krieg mich nicht mehr ein! Wahnsinn!"

Nach Hetze-Vorwurf: Scheuer wird stinksauer bei TV-Talk

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Andreas Scheuer und Katja Kipping gerieten aneinander.

Mainz/München - CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verliert in einer Talkshow die Beherrschung, nachdem Linken-Chefin Katja Kipping ihm Hetze gegen Ausländer vorwirft.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ist in der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner" der Kragen geplatzt.

Scheuer konnte kaum beherrschen, als Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping ihm vorwarf, seine Aussagen würden Anschläge auf Flüchtlingsheime motivieren. Kipping sagte: "Das, was sie machen, führt am Ende wieder nach Rostock-Lichtenhagen!" Scheuer war fassungslos und antwortete nur: "Das lass ich mir von Ihnen nicht vorschmeißen! Rostock-Lichtenhagen! Also sowas! Ich krieg mich nicht mehr ein! Wahnsinn!" München habe doch ausgezeichnet für die Flüchtlinge gesorgt.

Zur Erklärung: Die Anschläge auf Asylaufnahmestellen und -heime in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 waren die schwersten rassistisch motivierten Angriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ein Heim mit 100 Vietnamesen war mit Molotowcocktails in Brand gesteckt worden, Tausende Zuschauer hatten applaudiert, die Polizei hatte sich teilweise überfordert zurückgezogen.

Verhältnis zu Merkel? Scheuer reagiert schmallippig

Auch als Kipping Scheuers Verhätnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel ansprach, reagierte Scheuer emotional. Auf die Frage, ob ihn Merkels Aussage "dann ist das nicht mein Land" geschmerzt habe, sagte er nach Illners Nachfrage: "Mein Ärger entlädt sich an anderer Stelle."

Außerdem versteinerten sich Scheuers Gesichtszüge, als Kipping das Oktoberfest mit dem Flüchtlingszug verglich. Er wies auf die Notwendigkeit hin, "Europas Außengrenzen" zu sichern und forderte, "einen europäischen Grenzschutz" aufzubauen. Die Einladung an Ungarns Premier Viktor Orban verteidigte Scheuer. Er wolle den "Gesprächsfaden auf der Spule" halten.

cg

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