Nach Corona-Beratungen

Astrazeneca-Priorisierung aufgehoben - Spahn zu Impfungen für Kinder: Angebot bis Ende August unter Bedingung

Auch Kinder sollen bald gegen das Coronavirus geimpft werden. Gesundheitsminister Jens Spahn stellt die Pläne dazu vor. Alle Infos im News-Ticker.

  • Bis Ende August könnten auch Kinder und Jugendliche gegen das Coronavirus* geimpft werden - wenn die Zulassung vorher erfolgt (siehe Update vom 6. Mai, 17.56 Uhr).
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* erklärte am Donnerstag (6. Mai) entsprechende Pläne.
  • Zudem heben Bund und Länder die Priorisierung für Impfungen mit Astrazeneca auf (siehe Update vom 6. Mai, 17.48 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualsiert.

Update vom 6. Mai, 18.42 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Donnerstagabend verkündet, dass die Priorisierung von Astrazeneca vollständig aufgehoben wird. „Die Ärzte entscheiden“, so Spahn (siehe Update vom 6. Mai, 17.48 Uhr). Zudem laufen Planungen für Corona-Impfungen für Kinder. Damit es losgehen kann, muss aber erst eine Zulassung da sein (siehe Update vom 6. Mai, 17.56 Uhr).

Corona-Impfungen für Kinder: „Komplexer als manche Erwachsenen-Studien“

Update vom 6. Mai, 18.03 Uhr: Damit ist die Pressekonferenz mit Jens Spahn beendet.

Update vom 6. Mai, 17.59 Uhr: Auf Nachfrage äußert sich Spahn zu einem möglichen Impfangebot für jüngere Kinder unter zwölf Jahren: „Man muss immer auch schauen, was ein solcher Impfstoff im Körper von jemandem macht, der noch im Wachstum ist“. Aus diesem Grund seien entsprechende Studien „komplexer als manche Erwachsenen-Studien“. Für die Über-12-Jährigen seien belastbare Ergebnisse nun vorhanden, für jüngere Kinder brauche es allerdings weitere wissenschaftliche Erkenntnisse. „Solche Studien laufen auch schon seit vielen Wochen. (...) Aber weil man das mit der nötigen Vorsicht tun muss, dauert es.“ Einen konkreten Zeitraum wollte der Gesundheitsminister nicht nennen.

Corona-Impfung für Kinder: Biontech-Vakzin vor Zulassung - Angebot bis August

Update vom 6. Mai, 17.56 Uhr: Spahn verweist darauf, dass nicht alle Impfwilligen unmittelbar immunisiert werden könnten. Bis Ende August soll allerdings jedem ein Angebot zur Erstimpfung gemacht werden - „sofern im Juni die Zulassung erfolgt“. Diese Zulassung sei „ein wahrscheinlicher Fall, aber kein Hundertprozent-Fall“.

Update vom 6. Mai, 17.53 Uhr: Nun spricht Spahn über das Impfangebot für Kinder und Jugendliche und erklärt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer für die 12- bis 18-Jährigen freigegeben werden soll. Damit dies möglich ist, braucht es allerdings erst eine entsprechende Zulassung. Der CDU-Politiker rechnet im Juni mit einem Okay der Europäischen Arzneimittel-Agentur.

Update vom 6. Mai, 17.50 Uhr: Die Entscheidung, dass für vollständig Geimpfte Lockerungen gelten, sei „wichtig und notwendig“. Damit dies in Zukunft für mehr Menschen möglich ist, sei die Aufhebung der Priorisierung für Astrazeneca ein entscheidender Faktor.

Spahn zur Priorisierung bei Astrazeneca: „Die Ärzte entscheiden“

Update vom 6. Mai, 17.48 Uhr: Die Pressekonferenz mit Jens Spahn beginnt. Der Gesundheitsminister lobt den Fortschritt der deutschen Impfkampagne und erklärt, die Priorisierung von Astrazeneca vollständig aufzuheben. „Das heißt, die Ärzte entscheiden, wer wann und mit welchem Impfstoff dran ist.“

Update vom 6. Mai, 17.43 Uhr: Das Statement des Gesundheitsministers verschiebt sich noch etwas. Anschließend wird sich Spahn nicht nur zu den Impfungen von Kindern und Jugendlichen, sondern auch zur Impfpriorisierung des Vakzins von Astrazeneca äußern. Spahn will die Reihenfolge dahingehend aufheben.

Update vom 6. Mai, 17.24 Uhr: In wenigen Minuten tritt Jens Spahn vor die Kameras. Eine Pressekonferenz nach dem Gespräch mit den Gesundheitsminister:innen der Länder ist um 17.30 Uhr angesetzt.

Corona: Familienministerkonferenz fordert zügige Impfung von Jugendlichen nach Zulassung

Update vom 6. Mai, 16.20 Uhr: Die Familienministerkonferenz von Bund und Ländern hat sich für eine möglichst schnelle Impfung von Jugendlichen nach einer Zulassung von Impfstoffen für 12- bis 15-Jährige ausgesprochen. „Wenn der Impfstoff zugelassen ist, dann müssen wir alles daran setzen, dass sehr, sehr zügig geimpft werden kann“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag. Die Familienministerkonferenz unterstütze all Bemühungen, ab dem Sommer dieses Jahres auch Kinder ab zwölf Jahren zu impfen.

Die Zulassung eines Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige sei absehbar, sagte Giffey weiter. Bundesweit gehören laut Giffey rund drei Millionen Menschen zu dieser Altersgruppe. Bei der Umsetzung der Impfkampagne bei Jugendlichen komme es auf eine funktionierende Logistik und gute Abstimmung an.

Die Konferenzvorsitzende und bayerische Familienministerin Carolina Trautner (CSU) betonte, da Kinder derzeit noch keinen Zugang zu einem Impfschutz hätten, sei es umso wichtiger, dass Erwachsene das Impfangebot annehmen. Dies gelte insbesondere für Angestellte von Kindertagesstätten sowie für Lehrerinnen und Lehrer.

Corona-Impfung für Kinder: Spahn-Plan durchgesickert - Impf-Angebot bis zum Ende der Sommerferien

Erstmeldung: Berlin - Die Corona-Impfungen in Deutschland schreiten Tag für Tag voran. Am Mittwoch wurden knapp 1,1 Millionen Menschen geimpft. Jetzt plant die Regierung auch das Impfen von Kindern anzugehen - federführend von Gesundheitsminister Jens Spahn.

Der CDU-Politiker* beabsichtigt, dass alle Kinder zwischen zwölf und 18 Jahren im jeweiligen Bundesland bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot bekommen sollen. Das geht aus einem Beschlussentwurf für ein Treffen mit den Gesundheitsministern der 16 Bundesländern am Donnerstag hervor, über den sowohl Business Insider, als auch Bild berichten. Demnach soll insbesondere in Kinderarztpraxen geimpft werden.

Die Kinder und Jugendlichen sollen wohl ausschließlich mit dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer* geimpft werden. Dafür seien rund zehn Millionen Impfdosen erforderlich. Der Pharmakonzern mit Sitz in Mainz verweist in diesem Zusammenhang auf die hohe Wirksamkeit wie Verträglichkeit auch bei jüngeren Altersgruppen. Vorerst könnten Kinder und Jugendliche ausschließlich mit Biontech immunisiert werden, da für andere Impfstoffe noch keine entsprechenden Zulassungen vorliegen.

Corona-Impfung für Kinder: „Jedes Land wird bis Ende Mai ein Konzept erarbeiten“

Spahn will am Donnerstagnachmittag (ab 16 Uhr) mit den Gesundheitschefs der Länder über das genaue Vorgehen beraten. Bei den 16 Minister:innen läge die Verantwortung, schnell für Klarheit zu sorgen. „Jedes Land wird bis Ende Mai ein Konzept erarbeiten, dass die skizzierten Impfungen bis zum Ende der Sommerferien sicherstellt“, heißt es demnach in dem Arbeitspapier.

Dies könne etwa „durch ausdrückliche Einladung dieser Jahrgänge in die Impfzentren geschehen, durch Reihenimpfungen in den Schulen oder auf vergleichbaren Wegen“. Anfang Juni sollen Bund und Länder dann darüber beraten und einen endgültigen Beschlussvorschlag auf den Weg bringen.

Corona in Deutschland: Spätestens bis Ende der Sommerferien - Kinder und Jugendliche sollen geimpft werden

Voraussetzung dafür ist die Zulassung des Biontech-Impfstoffs für die entsprechende Altersgruppe. Spahn rechnet demnach mit einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur im Juni, dämpfte offenbar aber gleichzeitig die Erwartungen. Im Juni könnten nicht alle Kinder sofort immunisiert werden. Bis spätestens Ende der Sommerferien soll allerdings jedem ein Impfangebot gemacht werden.

Wann das genau ist, variiert von Bundesland zu Bundesland. In vielen nördlichen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein enden die großen Ferien schon Ende Juli, in Bayern und Baden-Württemberg Mitte September. (rjs/as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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