NRW-CDU fordert: Rüttgers bleibt Ministerpräsident

Düsseldorf - Die CDU in Nordrhein-Westfalen will nur mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in eine große Koalition mit der SPD gehen. Für die SPD ist eine große Koalition die letzte Chance.

“Es gibt eine ganz einfache Regel, die die SPD und wir seit 60 Jahren akzeptieren: Nämlich dass die Partei, die vorne gelegen hat, den Ministerpräsidenten stellt“, sagte CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid am Freitagmorgen im WDR. Rüttgers habe von den CDU-Gremien einstimmig den Auftrag erhalten, die Gespräche mit den anderen Parteien zu führen, “und deshalb ist er für uns auch der nächste Ministerpräsident“.

Krautscheid betonte, eine große Koalition sei momentan “die bei diesem Wahlergebnis wahrscheinlichste offene Möglichkeit“. “Wenn man sieht, was für Brocken auf das Land zukommen - etwa bei den kommunalen Finanzen und bei der Haushaltssanierung - dann glaube ich ist bei vielen Bürgern das Gefühl da: ,Das könnte eine große Koalition am besten stemmen'“, erklärte Krautscheid.

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

In der kommenden Woche werde die CDU eine Verhandlungskommission einsetzen, die sich dann mit der SPD treffen werde. “Wir wollen versuchen, nach einem doch recht harten Wahlkampf mit der SPD ein Klima der Vernunft, eine Verhandlungsposition auf Augenhöhe herzustellen“, erklärte Krautscheid.

Die SPD hat nach Angaben ihrer Landeschefin Hannelore Kraft die CDU bereits zu einem Sondierungsgespräch eingeladen. Dieses soll entweder Dienstag oder Mittwoch nächster Woche stattfinden. Am Donnerstagabend waren rot-rot-grüne Sondierungsgespräche gescheitert.

apn

Rubriklistenbild: © dpa

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