Umfrage zeigt

So viele Bürger wie nie wollen per Brief wählen

Bei der Bundestagswahl 2017 wollen offenbar so viele Bürger wie nie zuvor per Brief wählen. Ein Staatsrechtler kritisiert diese Entwicklung.

München - Bei der Bundestagswahl am 24. September will fast jeder dritte Wähler seine Stimme per Briefwahl abgeben. Laut einer Umfrage des Instituts Insa für die Bild-Zeitung wollen 30 Prozent der Befragten, die sich an der Wahl beteiligen möchten, per Brief abstimmen. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte der Anteil der Briefwähler noch 24,6 Prozent betragen.

Kritik an der wachsenden Zahl von Briefwählern äußerte der Staatsrechtler Ulrich Battis. "Bei mehr als 25 Prozent Briefwählern wird es problematisch", sagte er der Zeitung. Eine frühe Entscheidung finde unter anderen Bedingungen statt, als die Stimmabgabe am Wahltag. So sei es beispielsweise ein Unterschied, ob man seine Stimme Wochen vor der Wahl unter dem Eindruck von Umfragen abgebe oder während der demografischen Ruhephase am Wahltag.

In diesen Tagen erhalten die wahlberechtigten Bundesbürger auch ihre Wahlbenachrichtigungen.

Der Insa-Umfrage zufolge wünscht sich jeder fünfte Befragte, dass die Briefwahl stärker genutzt wird. Nur jeder Zwanzigste findet demnach, dass es besser wäre, die Briefwahl käme seltener vor. Für die Umfrage wurden am 23. Und 24. August 2017 insgesamt 1049 Bürger befragt.

Sie wissen noch nicht, wem Sie Ihre Stimme geben sollen? Dann ist das hier genau das richtige für Sie: Auf merkur.de* finden Sie den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017.

Hier sehen Sie die Bundestagswahl live im TV und im Livestream.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare