Wie lange hält sie?

Israel und Hamas: Brüchige Waffenruhe

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Israelische Soldaten auf Patrouille (Archivbild). Israel und die Hamas halten sich an eine Waffenruhe.

Gaza - Eine weitere Runde der tödlichen Gewalt in Nahost ist zu Ende: Israel und die Hamas halten sich an eine Waffenruhe. Doch viele glauben, eine neue Militäroffensive sei nur eine Frage der Zeit.

Nach einem tödlichen Schlagabtausch zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas schweigen vorerst die Waffen. Eine inoffizielle Waffenruhe sei um Mitternacht in Kraft getreten, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Am Morgen sei auf einem Feld in der Nähe des Gazastreifens noch eine einzelne Mörsergranate eingeschlagen, bestätigte ein Militärsprecher. Ansonsten kam es aber zu keiner neuen Gewalt. Eine israelische Armeesprecherin sagte: „Es hat keine (israelischen) Luftangriffe gegeben, weil es keine Raketenangriffe mehr gab.“

Tote bei Gewalt an Grenze zum Gazastreifen

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Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen waren seit Dienstagabend vier Palästinenser getötet und mehrere verletzt worden. In Israel schlugen mehr als 80 Raketen und Mörsergranaten ein. Dabei wurden fünf Menschen zum Teil schwer verletzt. Israel hatte daraufhin mit einer Bodenoffensive gedroht. Der US-Botschafter in Israel, Dan Shapiro, schrieb am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite: „Die Raketenangriffe aus Gaza sind empörend, wir unterstützen Israels Recht, sich selbst zu verteidigen.“

Die Gewalt überschattete einen Nahost-Besuch der EU-Beauftragten Catherine Ashton, die am Donnerstag das Westjordanland besuchte. In der Nähe von Ramallah half sie in Begleitung des palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad Bauern bei der Olivenernte. Die Landwirte hatten in letzter Zeit verstärkt unter Angriffen radikaler Siedler zu leiden. Sie wolle mit ihrem Besuch „Menschen in dieser Region dabei helfen, voranzukommen“, sagte Ashton, die auch mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zusammentraf.

Armut und Gewalt: Das ist der Gazastreifen

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Am Mittwoch hatte Ashton die israelische Führung getroffen. Bei einem Gespräch mit Staatspräsident Schimon Peres sagte sie, angesichts der Umwälzungen in der arabischen Welt seien Fortschritte beim blockierten Nahost-Friedensprozess umso wichtiger. „Für dauerhaften Frieden, Stabilität und Wohlstand müssen die Bestrebungen der Völker in der Region berücksichtigt werden, darunter die der Palästinenser nach einem eigenen Staat und die der Israelis nach Sicherheit“, sagte Ashton.

dpa

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