CSU in Berlin: Söder macht "Gedankenexperiment"

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Markus Söder

Berlin/München - Der CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich hat Markus Söder in Schutz genommen. Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag Georg Schmid fordert bessere Absprachen.

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Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Hans-Peter Friedrich sieht trotz der Vorlage eines Gesundheitskonzeptes von Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) keinen Grund für einen Streit. “Es ist ein Vorschlag, eine Gedankenskizze, die Markus Söder gestern vorgetragen hat“, sagte Friedrich am Dienstag in Berlin. “Es ist ein fließender Prozess, das muss in einer Partei möglich sein.“

Friedrich wies Berichte zurück, dass es in einer Sitzung der Landesgruppe am Montag “gekracht“ haben soll. Es habe nur besorgte Nachfragen von Abgeordneten gegeben, ob schon Entscheidungen für die Gesundheitsreform gefallen seien. Dies sei aber nicht der Fall.

"Wir brauchen bessere Kommunikation"

Angesichts des erneuten Streits zwischen der CSU in Berlin und München hat Landtagsfraktionschef Georg Schmid bessere Absprachen zwischen allen Ebenen der Partei gefordert. “Wir brauchen eine bessere Kommunikation“, sagte Schmid am Dienstag in München. Man müsse “viel miteinander reden“. “Mehr Kommunikation schadet nie - und ist hilfreich.“

Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass ständig intern gestritten werde. Schmid vermied es aber, Partei für Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder oder die Landesgruppe in Berlin zu ergreifen.

Söder hatte mit seinem am Montag präsentierten Vorstoß zur Gesundheitspolitik für massive Verärgerung bei den CSU-Bundestagsabgeordneten gesorgt. Es ist der zweite heftige interne Streit binnen drei Wochen, bei dem Söder im Zentrum steht.

dpa

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