Bericht: Keine neue Qualität der Angriffe auf Bundeswehr

Leipzig - Die Bundeswehr geht in ihrem vorläufigen Abschlussbericht zum Anschlag in Afghanistan am Karfreitag einem Bericht zufolge nicht von einer “neuen Qualität“ der Taliban-Angriffe aus.

Es hätten sich weder Mutmaßungen über tschetschenische Scharfschützen an der Seite der Taliban, noch Berichte über stundenlang medizinisch unversorgt gebliebene Bundeswehrsoldaten oder Hinweise auf qualitativ neuartige Sprengstoff-Angriffe auf den Bundeswehrkonvoi bestätigt, schreibt die “Leipziger Volkszeitung“.

Wie die Zeitung schreibt, war dem Abschlussbericht zufolge eineinhalb Stunden nach den ersten Schüssen auf einen Zug der 1. Infantriekompanie rund sechs Kilometer westlich vom Feldlager Kundus eine zusätzliche Schutzkompanie vor Ort. Nach sieben Stunden und 17 Minuten habe das 2. Infantriekorps das Feldlager verlassen, um die angegriffene Einheit abzulösen. Nach derzeitigem Stand gingen die Experten davon aus, dass die Gefechte beendet gewesen seien, nachdem ein Bundeswehr-Fahrzeug auf eine Sprengfalle gefahren sei.

Demnach geht die Untersuchungskommission von einer ungeheuren Zerstörungswucht der Sprengfalle aus, die dazu geführt habe, dass die Bergung der Opfer länger als üblich gedauert habe, zumal das umgebende Gelände unübersichtlich und von einer Mauer abgeteilt gewesen sei. Dies sei der Grund für die verspätete Bergung eines Opfers gewesen. Vermutungen, dies habe länger als vier Stunden gedauert, werden demnach aber entschieden zurückgewiesen.

dapd

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