Bayerns Linke-Chef Wendl zurückgetreten

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Bayerns Linke-Chef Wendl ist zurückgetreten.

München - Innerhalb einer Woche ist zum zweiten Mal ein Landesvorsitzender der Linken zurückgetreten. Am Samstag hat sich der Bayer Michael Wendl zurückgezogen. Die Gründe:

Nach dem Rheinland- Pfälzer Alexander Ulrich zog sich am Samstag auch der Bayer Michael Wendl zurück. “Er ist ein Querdenker und hat bestimmte Positionen, die nicht der Mehrheit des Landesverbands entsprechen. Er hat daraus die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten“, sagte die bayerische Landessprecherin Eva Bulling-Schröter am Sonntag. Sie bestätigte damit einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“. Die Nachfolge soll laut Bulling-Schröter demnächst in einer Sitzung des Landesvorstands besprochen werden.

Der 59-jährige Wendl war erst Mitte April gewählt worden. Laut “Süddeutscher Zeitung“ sah er sich aber bereits seit Wochen interner Kritik ausgesetzt, weil er sich für regional gestaffelte Mindestlöhne ausgesprochen hatte. Als der frühere Aufsichtsrat einer Klinik-Gruppe auch noch laut darüber nachdachte, was man von privaten Klinikbetreibern lernen könne, sei die Geduld der Parteibasis erschöpft gewesen.

Erst ein Wochenende zuvor war der rheinland-pfälzische Landeschef der Linken zurückgetreten. Alexander Ulrich begründete das mit der inneren Zerstrittenheit der Partei und den mangelnden Chancen, bei der Landtagswahl 2011 erfolgreich anzutreten.

dpa

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