Flüchtlings-Bundesamt

BAMF stellt neue Systeme zur Identitätsprüfung vor

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In Heidleberg nimmt Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Hilfe eines elektronischen Scanners die Fingerabdrücke eines Flüchtlings. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Bamberg (dpa) - Mit Hilfe neuer technischer Assistenzsysteme will das Flüchtlings-Bundesamt die Identität von Ayslbewerbern künftig besser und schneller feststellen - und Fälle wie den des terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. verhindern.

"Das Eis für diejenigen, die sich rechtswidrig verhalten, wird dünner", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Sachsens Ressortchef Markus Ulbig (CDU), bei der Vorstellung der Systeme in Bamberg.

Künftig sollen die Fotos von Asylbewerbern anhand biometrischer Daten abgeglichen werden. So könnten Doppelregistrierungen verhindert werden, wenn etwa - wie bei unter-14-Jährigen - keine Fingerabdrücke genommen werden können, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Flüchtlingsmanagement, Frank-Jürgen Weise. Ein weiteres Programm soll sicherstellen, dass arabische Namen einheitlich in lateinische Schrift übertragen werden. Auch dies soll Mehrfachregistrierungen von Asylbewerbern aufgrund unterschiedlicher Namensschreibweisen und damit einhergehenden Mehrfachbezug von Sozialleistungen verhindern.

Um Herkunft und Identität von Flüchtlingen, die kein Ausweisdokument bei sich haben, zu überprüfen, kann ein weiteres System anhand einer Sprachprobe eine Herkunftsregion für den Asylbewerber zuordnen. Und sobald das Gesetz zur Auswertung von Handydaten in Kraft ist, können Geodaten von Fotos, gewählte Ländervorwahlen und die Sprache in Chats ausgelesen und ausgewertet werden. Die Technik soll Asyl-Entscheider dabei unterstützen, die Angaben der Flüchtlinge zu überprüfen.

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