Schwierige Altfälle

Asylverfahren dauern immer länger

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Viele Asylbewerber hängen monatelang in der Luft. Foto: Arne Dedert

Berlin (dpa) - Die durchschnittliche Dauer von Asylverfahren ist nach einem Medienbericht weiter gestiegen. Sie betrug laut Funke Mediengruppe im zweiten Quartal des laufenden Jahres 11,7 Monate - nach 10,4 Monaten im ersten Quartal.

Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, hatte bereits im Juni mitgeteilt, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer gestiegen sei und noch zunehme. Das liege an der Abarbeitung schwieriger Altfälle. Für neu gestellte Asylanträge betrage die Zeit bis zu einer Entscheidung nur noch 1,4 Monate. Im Gesamtjahr 2016 lag die durchschnittliche Dauer der Asylverfahren bei 7,1 Monaten.

Die Linkspartei kritisierte jetzt die Verfahrensdauer. "Überlange Asylverfahren sind für die Betroffenen unzumutbar und Gift für die Integration", sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke.

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