Assange kündigt weitere Enthüllungen durch Wikileaks an

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Julian Assange nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft in London.

London/Sydney - Wikileaks-Gründer Julian Asssange hat nach seiner Freilassung aus britischer Untersuchungshaft weitere Enthüllungen auf der Plattform Wikileaks angekündigt.

Das Tempo werde nun zunehmen, sagte er am Freitag vor der Villa eines Unterstützers, die von einem Gericht als sein Aufenthaltsort festgelegt worden war. Seine Organisation sei unverwüstlich und darauf vorbereitet, einer “Enthauptungsattacke“ standzuhalten.

Die in Schweden gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe bezeichnete Assange als Teil einer Hetzkampagne. Schweden vertritt indes den Standpunkt, es handele sich um ernst zu nehmende Anschuldigungen zweier Frauen. Ein britisches Gericht hatte Assange am Donnerstag gegen Kaution aus der Haft entlassen. Nun muss er sich auf dem Anwesen eines Unterstützers aufhalten, eine elektronische Fußfessel tragen und sich täglich bei der Polizei melden.

Gegen australische Gesetze hat der Wikileaks-Gründer mit den Enthüllungen allerdings nicht verstoßen, wie am Freitag Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte. Die Polizei hatte im Auftrag der Regierung Ermittlungen aufgenommen, ob die Veröffentlichung von geheimen US-Dokumenten einen Verstoß gegen australisches Recht darstelle. Die US-Justiz prüft indes, wie sie Assange vor Gericht stellen kann.

dapd

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