Wikileaks-Gründer Assange kommt frei

London - Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt auf Kaution und gegen strenge Auflagen aus britischer Untersuchungshaft frei.

Das entschied ein Gericht am Dienstag in London, berichtete die BBC. Hunderte Anhänger von Assange jubelten vor dem Gerichtsgebäude.

Die Kaution soll 200 000 britische Pfund (rund 240 000 Euro) betragen. Unklar war zunächst, ob die schwedische Justiz gegen diese Entscheidung Berufung beim High Court einlegen wird. Dies könnte die Freilassung von Assange zumindest verzögern. Zuvor hatte Assanges Anwalt erklärt, zehn Prominente hätten sich für seinen Mandanten verbürgt.

Wikileaks: So denken die Amis WIRKLICH über Merkel & Co.

Wikileaks: So denken die Amis WIRKLICH über Merkel & Co.

Assange wird von der britischen Justiz auf der Grundlage eines in Schweden ausgestellten EU-weiten Haftbefehls festgehalten. Die schwedischen Behörden werfen ihm sexuellen Missbrauch zweier Frauen vor. Die Anhänger des Internetaktivisten halten dies für vorgeschoben und vermuten in Wahrheit politische Motive hinter der Inhaftierung.

Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten tausende vertrauliche Dokumente mit Informationen über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie über den Schriftverkehr internationaler Diplomaten veröffentlicht. Damit kam vor allem die US-Regierung in die Defensive.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare