Winter-Saison

Après-Ski 2021 wohl unter strengen Regeln möglich - doch es gibt Skeptiker

Sowohl Österreichs Kanzler als auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung halten Aprés-Ski 2021 unter Bedingungen für möglich. Karl Lauterbach ist skeptisch.

Hamm - Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist das Leben längst nicht in allen Bereichen so, wie es vor Covid-19 war. In einigen Bereichen wird vieles mit der 2G-Regelung (genesen oder geimpft) beziehungsweise 3G (geimpft, genesen oder getestet). Doch da, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen und unter Umständen feiern, herrscht weitgehend noch Vorsicht. Dennoch: Mit Blick auf den kommenden Winter gibt es nun erste Hoffnungen, dass sie Ski-Saison inklusive Après-Ski stattfinden kann. (News zum Coronavirus)

LandÖsterreich
HauptstadtWien
BundeskanzlerSebastian Kurz

Aprés-Ski-Partys 2021: Hoffnung auf Saison im Winter - Karl Lauterbach ist skeptisch

Denn wie etwa Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält auch der Tourismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung eine Corona-Wintersaison in den Bergen samt Après-Ski unter bestimmten Bedingungen für möglich. „Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen“, sagte Thomas Bareiß (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Daher ist es grundsätzlich richtig, bestimmte Veranstaltungen nur für Personengruppen zu öffnen, bei denen die Ansteckungsgefahr gering ist.“

Es dürfe bei einem Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens keine Schließungen mehr geben. Gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden, betonte er. Thomas Bareiß: „In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist. Die Impfung bleibt das A und O.“

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor gesagt, dass er eine sichere Wintersaison inklusive Après-Ski trotz Corona für möglich hält. Falls sich die Situation weiter verschärft, würden anstatt der aktuell geltenden 3G-Regel nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten. „In Österreich sind über 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung geimpft. Die überwiegende Masse der Touristen, die zu uns kommen wollen, sind ebenfalls geimpft. Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.“

Aprés-Ski-Saison 2021 mit 2G-Regel: Karl Lauterbach ist skeptisch

Naturgemäß gibt es gegen solche Pläne auch kritische Stimmen - etwa von Karl Lauterbach. Der SPD-Gesundheitsexperte sieht den Vorstoß von Sebastian Kurz skeptisch. „Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen - auch nicht der österreichische Bundeskanzler“, sagte Karl Lauterbach den Funke-Zeitungen.

Aus heutiger Sicht würde er „eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern“ und verwies auf Impfdurchbrüche. Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden.

Dass es auch trotz 2G-Regel zu Corona-Ausbrüchen kommen kann, bewies zuletzt eine Partynacht in einem Club in Münster. Zuletzt meldete die Stadt, dass sich 85 Gäste und ein Mitarbeiter des Clubs (Stand 17. September) mit Corona infiziert hätten. Das ist mehr als jeder fünfte Party-Teilnehmer. (mg mit dpa)

Rubriklistenbild: © Jakob Gruber/dpa

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