Basta-Worte des Altkanzlers

Schröder will bei Rosneft einsteigen: „Ich werde das tun“

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Gerhard Schröder (r): Rosneft ist keineswegs „der verlängerte Arm der russischen Regierung“

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) will trotz harscher Kritik das Angebot annehmen, in den Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft einzuziehen.

Rotenburg - „Ich werde das tun. Es geht um mein Leben, und darüber bestimme ich - und nicht die deutsche Presse“, sagte Schröder am Mittwochabend bei einem Wahlkampfauftritt im niedersächsischen Rotenburg an der Wümme. Er wolle dabei mithelfen, die Energiesicherheit Deutschlands und Europas zu sichern.

Ob er bei Rosneft sogar den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen soll, wie russische Medien berichteten, ließ Schröder zunächst offen. Der Sozialdemokrat erklärte zu seinen Beweggründen, es sei aus ökonomischen und politischen Gründen nicht vernünftig, Russland zu isolieren. „Die Dämonisierung Russlands hilft keinem.“

Schröder: Aufsichtsgremium nicht russisch dominiert

Rosneft sei keineswegs „der verlängerte Arm der russischen Regierung“, sagte Schröder. So seien auch British Petroleum (BP), Katar oder Glencore an dem weltgrößten Ölkonzern beteiligt. Das neunköpfige Aufsichtsgremium (Board) sei nicht russisch dominiert. Auf die Frage, ob er nicht fürchte, von Russlands Präsident Wladimir Putin als Aushängeschild bei Rosneft benutzt zu werden, antwortete Schröder: „Ich bin nicht benutzbar.“ Er habe auch nicht den Eindruck, dass Putin dies mit ihm vorhabe, sagte Schröder.

Gegen Rosneft wurden wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim EU-Sanktionen verhängt. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte sich von Schröders Plänen distanziert.

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