Aigner: Gebühren für Bankautomaten müssen runter

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Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist ärgerlich.

München - Im Streit um überhöhte Gebühren an Bankautomaten erhöht Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) den Druck auf die Institute. Die gebühren sollen runter und müssen transparenter sein.

„Die Gebühren müssen runter, und zwar deutlich“, sagte Aigner gegenüber dem Münchner Merkur. Aigner forderte zudem mehr Transparenz: „Wer an einem Bankautomaten Geld abhebt, muss wissen, wie hoch die Gebühr ist.“ Aigner verliert gegenüber den Instituten zunehmend die Geduld. Verbraucherschützer kritisieren seit längerem die hohen Kosten, die anfallen, wenn Kunden an einem fremden Bankautomaten Geld abheben. Die Gebühren liegen bei bis zu zehn Euro.

Nach Gesprächen mit der Kreditwirtschaft äußerte Aigner die Erwartung, dass sich Banken und Sparkassen rasch auf eine bundesweit einheitliche Höchstgrenze einigen. Beide Seiten hätten zugesagt, nach Abschluss der internen Beratungen im April eine Lösung zu präsentieren. „Wir brauchen einen fairen Kompromiss, der den Interessen aller Seiten Rechnung trägt“, sagte Aigner. Bei der Diskussion über die Gebühren dürfe nicht übersehen werden, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland einen Großteil der Infrastruktur bereitstellen, von der besonders Direktbanken profitieren.

„Auch in Zukunft muss im ländlichen Raum eine flächendeckende Versorgung mit Filialen und Geldautomaten gewährleistet bleiben“, sagte Aigner. Um mehr Transparenz zu schaffen, soll bei jedem Abhebevorgang die anfallende Gebühr am Bildschirm erscheinen. Notfalls müssten die Kunden den Vorgang auch noch abbrechen können. „Es darf nicht sein, dass Verbraucher erst eine Woche später auf dem Kontoauszug sehen, welche Gebühr tatsächlich angefallen ist.“

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