Ahmadinedschad ist bei Nuklearstreit weiter hart 

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Im Nuklearstreit gibt sich der Iran weiterhin hart.

New York - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigt unmittelbar vor Beginn der UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages keinerlei Absicht zum Einlenken im Nuklearstreit.

Dem iranischen Fernsehen sagte er am Montag in New York: “Uns ist es egal, was Länder, die selbst ein (Atom-) Waffenarsenal haben, von unserem Atomprogramm halten oder ob sie uns trauen oder nicht.“ Der Iran habe “das international anerkannte Recht auf zivile Nukleartechnologie, und wir lassen uns dieses Recht nicht nehmen“, sagte Ahmadinedschad.

Der Präsident wollte zum Auftakt der diesjährigen Konferenz am Montagnachmittag (MESZ) als einziges Staatsoberhaupt das Wort ergreifen. Nach Ahmadinedschad werden sich laut Tagesordnung US- Außenministerin Hillary Clinton und ihre Amtskollegen aus etwa 30 Ländern zu dem Vertragswerk äußern.

Bis Ende Mai werden Vertreter von fast allen 192 Staaten der Erde am UN-Hauptsitz eine Bilanz des Nichtverbreitungsvertrages von 1968 ziehen und dessen Zukunft diskutieren. Die Überprüfungskonferenz gibt es seit 1995 alle fünf Jahre.

Der Atomwaffensperrvertrag sieht vor, dass die Atommächte von damals - USA, Sowjetunion/Russland, China, Großbritannien und Frankreich - ihre Gefechtsköpfe behalten können, sich alle anderen Länder aber zum Verzicht verpflichten. Fast alle Staaten bis auf Israel, Indien und Pakistan haben den Vertrag unterschrieben, Nordkorea stieg später wieder aus. Teheran bemüht sich seit Jahren um Atomtechnologie. Angeblich dient die Forschung friedlichen Zwecken, das Regime lässt aber internationale Kontrollen nicht zu.

dpa

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