Afghanistan: Sieben Nato-Soldaten getötet

Kabul - Bei mehreren Anschlägen in Afghanistan sind am Samstag insgesamt sieben Nato-Soldaten getötet worden.

Im Süden des Landes kamen fünf US-Soldaten durch eine Bombe am Straßenrand ums Leben. Im Westen erschoss ein afghanischer Soldat bei einem sogenannten Insider-Angriff zwei seiner internationalen Kollegen, wie die Schutztruppe ISAF mitteilte. Die Taliban hatten diese Woche den Beginn einer neuen Frühjahrsoffensive verkündet.

Einzelheiten zu beiden Attacken, wie etwa die genauen Anschlagsorte, gab die ISAF nicht bekannt. Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Kandahar erklärte aber, der Sprengsatz, durch den die US-Soldaten getötet wurden, sei an einer Straße im Bezirk Maiwand in Kandahar explodiert.

Ein ISAF-Sprecher bestätigte, dass es sich bei allen fünf Toten um US-Bürger gehandelt habe. Die Nationalität der beiden bei dem Insider-Angriff getöteten Soldaten im Westen des Landes war zunächst nicht bekannt. Die ISAF teilte mit, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. Insgesamt sind in diesem Jahr damit 49 Nato-Soldaten getötet worden, die meisten von ihnen US-Soldaten. Zuletzt waren am 30. April drei britische Soldaten ums Leben gekommen, als ihr Fahrzeug in der südafghanischen Provinz Helmand auf eine Bombe fuhr.

Präsident Hamid Karsai erklärte derweil, die CIA habe der afghanischen Regierung weitere Zahlungen zugesichert, mit denen der afghanische Geheimdienst mitfinanziert werde. Die Zahlungen liefen seit mehr als zehn Jahren, erklärte Karsai am Samstag in Kabul. Der Leiter des CIA-Postens in der afghanischen Hauptstadt habe ihm nach den jüngsten Medienberichten darüber versichert, dass sie nicht eingestellt würden.

Die „New York Times“ hatte diese Woche berichtet, dass der US-Geheimdienst dem afghanischen Nationalen Sicherheitsrat in monatlichen Raten insgesamt zweistellige Millionenbeträge zukommen ließ. Karsai hatte die CIA-Zahlungen bestätigt. Die Höhe der Summe wollte er nicht preisgeben, weil das Geld für Geheimdiensttätigkeit ausgegeben werde. Doch habe die CIA monatlich Quittungen über das Geld erhalten, das der Zeitung zufolge in Rucksäcken, Koffern und Plastiktüten übergeben wurde.

Vieles davon sei für die Versorgung von verletzten Geheimdienstmitarbeitern und Einsätze ausgegeben worden, sagte Karsai und verteidigte die Unterstützung aus den USA gegen Kritik. „Es ist ein offizielles Regierungsabkommen zwischen zwei Regierungen. So etwas passiert überall auf der Welt - solche Abkommen zwischen Regierungen. Und in Afghanistan, das ein bedürftiges Land ist, sind solche Abkommen sehr wichtig und nützlich.“

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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