„Dann stellen wir uns hin und protestieren lautstark“

AfD gibt zu: Protest gegen Merkel wird von Partei gesteuert

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Protest gegen die Politik von Angela Merkel Sieht oft spontan aus, ist in der Regel straff organisiert - von der AfD.

Eierwürfe, Buh-Rufe, Beschimpfungen gegen Merkel: Was wie spontane Ausbrüche von Bürger-Unmut aussieht, ist in Wirklichkeit straff organisierte Stimmungsmache. Dahinter steckt die AfD.

Berlin - Viele Protestkundgebungen bei Wahlkampfauftritten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen Spitzenpolitikern sind nach Angaben der AfD von ihr selbst organisiert. „Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit Regierungspolitikern zu fahren“, sagte der persönliche Referent von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, René Springer, der „Zeit“. Einer aus dem AfD-Kreisverband, in dessen Gebiet Merkel auftrete, melde eine Protestdemonstration an; der Landesverband lade dann per E-Mail alle Mitglieder ein, sich zu beteiligen.

Hauptziel sei es, Merkel klar zu machen, wie viel Ablehnung ihr entgegenschlage, erklärte Springer. Hinzu komme: „Die Parteifreunde sagen: Wenn wir schon in den Medien nicht vorkommen, dann stellen wir uns hin und protestieren lautstark - so wird man schon über uns berichten.“

Die Wahlergebnisse zur Bundestagswahl finden Sie am 24. September unter diesem Link.

dpa/js

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