News-Ticker zur Explosion

Anschlag in Londoner U-Bahn: Zwei Verdächtige gefasst - Terrorwarnstufe herabgesetzt

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Hausdurchsuchung nach dem Anschlag: Ein Polizist steht an einer Absperrung, in dem dahinter befindlichen Gebäude haben die Einsatzkräfte nach Beweisen zum Anschlag auf die Londoner U-Bahn gesucht.

Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn hat der Islamische Staat die Tat für sich reklamiert. Festgenommen wurden bisher ein 21-Jähriger und ein 18-Jähriger. Alle Infos im News-Ticker.

  • In London ist am Freitagvormittag in einem U-Bahn-Waggon eine selbstgebaute Bombe explodiert.
  • Die davon betroffene U-Bahn-Station Parsons Green wurde gesperrt.
  • 30 Menschen wurden bei der Explosion verletzt.
  • Der IS hat den Anschlag für sich reklamiert.
  • Scottland Yard hat am Samstag einen 18-jährigen Verdächtigen festgenommen. Am Sonntag wurde ein 21-Jähriger inhaftiert.

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Sonntag, 16.38 Uhr: Nach zwei Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn haben die britischen Sicherheitsbehörden die höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben. Die Warnstufe werde von "kritisch" wieder auf "ernst" abgesenkt, gab Innenministerin Amber Rudd am Sonntag im Fernsehen bekannt. Dies bedeutet, dass ein Anschlag als "sehr wahrscheinlich" eingestuft wird.

Sonntag, 15.50 Uhr: Die Ermittler haben nach Angaben der Polizei in der Grafschaft Surrey eine weitere Wohnung durchsucht. Die Maßnahme in Stanwell stehe im Zusammenhang mit der Verhaftung des 21-Jährigen. Fortgesetzt wurde eine Hausdurchsuchung unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Sunbury-on-Thames, ebenfalls in der Grafschaft Surrey. Mehrere Häuser in der Nachbarschaft waren zeitweise evakuiert worden. Gefahr für Anwohner bestehe aber keine mehr.

Sonntag, 13.36 Uhr: Laut Innenministerin Amber Rudd deutet die zweite Festnahme darauf hin, dass es sich bei dem Attentäter von London nicht um einen „einsamen Wolf“ handele. Im Hinblick auf das Bekennerschreiben des IS sagte sie: „Es ist unvermeidbar, dass sich der sogenannte Islamische Staat, oder Daesch, zu Wort meldet und versucht, die Verantwortung zu übernehmen. Wir haben noch keine Hinweise, die das nahelegen.“

Sonntag, 13.03 Uhr: Die Zahl der Verletzten ist mittlerweile auf 30 hochgesetzt worden.

Sonntag, 12.40 Uhr: Innenministerin Amber Rudd hat in einem Fernsehinterview hervorgehoben, dass die Polizei bereits "sehr gute Fortschritte" gemacht habe. Auch die Londoner Polizeichefin Cressida Dick sagte der BBC, die Ermittlungen kämen "sehr schnell" voran.

Sonntag, 12.38 Uhr: Während des Polizeieinsatzes, der zur Verhaftung des 18-Jährigen am Samstag geführt hatte, sei der Hafen teilweise geräumt worden, teilen die Behörden mit. Laut Anti-Terror-Ermittler Neil Basu seien so Durchsuchungen ermöglicht worden. Die Beamten hätten "mehrere Gegenstände" gefunden. "Wir prüfen noch, ob mehr als eine Person für den Anschlag verantwortlich war", sagte Basu.

Sonntag, 12.34 Uhr: Die britische Innenministerin Amber Rudd hat US-Präsident Donald Trump wegen seiner Twitter-Äußerungen zum Anschlag scharf kritisiert. Trump hatte angedeutet, die Täter seien Scotland Yard bereits bekannt gewesen. Das hatte Mutmaßungen ausgelöst, der US-Präsident habe möglicherweise geheime Informationen aus Großbritannien preisgegeben. Dem widersprach Rudd nun. Es habe sich um „pure Spekulation“ gehandelt. „Es ist nie hilfreich, Spekulationen über laufende Ermittlungen anzustellen. Ich würde den Präsidenten der Vereinigten Staaten damit einschließen“, sagte Rudd in der BBC-Talkshow Andrew Marr.

Sonntag, 10.45 Uhr: In dem am Samstag durchsuchten Haus in der Grafschaft Surrey im Südwesten Londons soll englischen Medien zufolge ein älteres Ehepaar leben, das immer wieder Kinder und Jugendliche in Pflege genommen hat. Ob auch der 18-jährige Tatverdächtige dazuzählt, ist nicht bekannt.

Sonntag, 9.56 Uhr: Die britische Polizei hat einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Das teilte Scotland Yard mit. Der 21-jährige Mann wurde in Hounslow im Westen der britischen Hauptstadt wegen Terrorverdachts in Gewahrsam genommen.

Sonntag, 8.31 Uhr: Die Festnahme des 18-jährigen Tatverdächtigen wird wohl nicht die letzte im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die U-Bahn sein. „Zum jetzigen Zeitpunkt schließen wir nicht aus, dass mehr als eine Person für den Angriff verantwortlich ist und wir verfolgen weiterhin in hohem Tempo zahlreiche Ermittlungsstränge“, sagte ein Polizeisprecher.

Sonntag, 5.14 Uhr: Nach Informationen der BBC soll es sich bei der Bombe um eine ähnliche Konstruktion gehandelt haben wie beim Attentat in Manchester, bei dem im Mai 22 menschen bei einem Konzert ums Leben kamen.

Terrorexperte zweifelt an IS-Hintergrund

Samstag, 19.50 Uhr: Der Terrorismusexperte Peter Neumann hat Zweifel an einer Täterschaft der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bei dem U-Bahn-Anschlag in London. "Selbstmord ist für den IS zwar kein Selbstzweck, doch eigentlich setzt nur noch Al Qaida auf Sprengstoffanschläge, bei denen die Täter verschont bleiben", sagte Neumann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der IS hatte die Tat, bei der am Freitag 30 Menschen durch einen ferngezündeten Sprengsatz verletzt worden waren, für sich reklamiert. Gegen einen IS-Hintergrund spreche außerdem, dass die Gruppe in ihrer Propaganda in den vergangenen Jahren verstärkt für Angriffe mit Fahrzeugen und anderen Alltagsmitteln geworben habe, sagte Neumann der FAS. Dazu passten auch die bisherigen Anschläge in diesem Jahr, die eindeutig auf den IS zurückgingen. "Eine Bombe ist schwierig zu bauen, auch wenn es Anleitungen im Internet gibt", fügte der Forscher vom Londoner King's College hinzu. "Der Sprengsatz hat nicht richtig funktioniert, weshalb der Anschlag in den Internetforen der Dschihadisten auch nicht besonders gefeiert wird." Offenbar hatten der oder die Täter viele Todesopfer unter den U-Bahn-Passagieren angestrebt. Britische Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise, der Sprengsatz sei mit Nägeln gespickt und mit einem Zeitzünder versehen gewesen, die Zündung habe aber nicht richtig funktioniert.

Samstag, 17.15 Uhr: Einen Tag nach dem Bombenanschlag hat die Polizei einen Terrorverdächtigen festgenommen und eine Wohnung durchsucht. Das teilte Scotland Yard mit. Die Durchsuchung der Wohnung in Sunbury in der Grafschaft Surrey südwestlich von London stehe im Zusammenhang mit der vorangegangenen Festnahme im Hafenbereich von Dover, hieß es in der Mitteilung. Als Vorsichtsmaßnahme seien mehrere angrenzende Wohnungen evakuiert worden. Der Bereich sei weiträumig abgeriegelt worden.

Samstag, 15.04 Uhr: Polizei-Chefin Cressida Dick hat angesichts der Terrorgefahr betont: „London wird sich vom Terror nicht einschüchtern lassen. Das großartige an London ist, dass wir uns dem Terror nicht beugen - wir machen weiter.“

1000 zusätzliche Kräfte im Einsatz 

Samstag, 14.26 Uhr: Als Reaktion auf den Anschlag sind 1000 zusätzliche bewaffnete Kräfte im Einsatz. Diese patroullieren durch die Straßen und Bahnhöfe.

Samstag, 13.34 Uhr: Wie die Ermittler bekanntgeben, seien bereits 45 Zeugen des Anschlags befragt worden. Zudem seien 77 Fotos und Videos von Bürgern an die Polizei gesandt worden, die bei der Aufklärung helfen sollen.

Samstag, 12.58 Uhr: Nach Polizeiangaben wird der Verdächtige „zu gegebener Zeit“ in eine Polizeiwache im Süden Londons verlegt. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei vorerst keine weiteren Angaben zu dem Verdächtigen machen. "Auch wenn wir über den erzielten Erfolg erfreut sind, dauert diese Ermittlung an und der Bedrohungsgrad bleibt bei kritisch", erklärten die Ermittler und deutete weitere Einsätze gegen Verdächtige an. Die Festnahme vom Samstagmorgen werde "zu mehr Aktivitäten unserer Beamten führen".

Samstag, 12.28 Uhr: Bei dem Festgenommenen soll es sich englischen Medienberichten zufolge um einen 18-Jährigen handeln. Nach Informationen der Sun sei der Zugriff am Morgen im Hafenviertel der südenglischen Stadt Dover erfolgt. Aktuell werde der Teenager in einer örtlichen Polizeistation verhört.

Samstag, 11.50 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur afp berichtet, gab es nach dem Anschlag in London eine „bedeutende Festnahme“. 

Samstag, 6.43 Uhr: Scotland Yards Anti-Terror-Chef Mark Rowley sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die Polizei „Jagd auf Verdächtige“ mache. „Unsere Ermittlungen schreiten mit großer Geschwindigkeit voran.“ Einzelheiten zu den Verdächtigen oder der Bombe wollte Rowley aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Scotland Yards Anti-Terror-Chef Mark Rowley.

Terror-Anschlag in London: Das geschah am Freitag

22.35 Uhr: In einer weiteren Nachricht der IS-Terrormiliz heißt es, dass es „Soldaten des Kalifats“ gelungen sei, mehrere Sprengsätze zu platzieren, von denen einer 30 Menschen getroffen habe. Das schlimmste komme jedoch noch, hieß es über die üblichen Kanäle, über die der IS auch in der Vergangenheit schon Anschläge für sich reklamiert hatte.

21.47 Uhr: Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn gilt jetzt die höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien. Das sagte Premierministerin Theresa May am Freitagabend im BBC-Fernsehen. Die Warnstufe fünf bedeutet, dass die britischen Behörden einen unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag für möglich halten.

IS reklamiert Anschlag auf U-Bahn für sich

21.20 Uhr: Die IS-Terrormiliz hat den Anschlag auf die U-Bahn in London für sich reklamiert. Ein Kämpfer des Islamischen Staates habe die Tat ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Freitagabend im Internet.

21.04 Uhr: Nach dem Anschlag in London fahnden Polizei und Geheimdienste in Großbritannien weiter nach dem Täter und möglichen Hintermännern. Der Chef der Londoner Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, rief Augenzeugen dazu auf, den Ermittlern Bilder und Videos zur Verfügung zu stellen.

19.47 Uhr: Die Zahl der Verletzten nach der Explosion in der Londoner U-Bahn ist auf 29 angestiegen. Sie werden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, überwiegend wegen Verbrennungen. Acht von ihnen konnten bis zum Abend wieder entlassen werden. Wie Polizei und Rettungsdienste weiter berichteten, schwebte keiner der Verletzten in Lebensgefahr.

Bombe explodierte wohl nicht wie geplant

18.53 Uhr: Die Bombe in der Londoner U-Bahn ist wahrscheinlich nicht wie geplant hochgegangen, spekulieren britische Medien unter Berufung auf Polizeikreise - sonst hätte es womöglich mehrere Todesopfer gegeben. Das Magazin Newsweek mutmaßt, dass dies gerade gefährlich sei: Scheiterten Attentäter ganz oder teilweise mit ihren Plänen, könne dies zu raschen Folge-Anschlägen des Terrornetzwerkes führen, sofern ein solches existiere.  „Ein gescheiterter Anschlag, der die Aufmerksamkeit der Behörden auf ein existierendes Netzwerk lenkt, kann weitere geplante Anschläge beschleunigen oder die Terroristen zu weniger durchdachten, improvisierten Attacken veranlassen“, wird ein Experte zitiert. Dies sei auch beim Anschlag auf den Ramblas in Barcelona der Fall gewesen. 

17.16 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May hat nach einem Treffen des nationalen Krisenstabs angekündigt, den oder die Täter der Bombenexplosion in einer Londoner U-Bahn zur Rechenschaft zu ziehen. „Die Polizei tut alles, um die Täter zu identifizieren“, sagte May am Freitagnachmittag der BBC. Sie appellierte an die Bevölkerung, sich möglichst normal ihrem Alltag zu widmen.

Dennoch werde nach dem Treffen des höchsten britischen Sicherheitskommitees, dem sogenannten Cobra, die Terrorwarnstufe vorerst nicht erhöht, sagte May. Die Lage wird dem Inlandsgeheimdienst MI5 zufolge derzeit als „ernst“ („severe“) eingestuft, die zweithöchste von insgesamt fünf Terrorwarnstufen in Großbritannien.

Kostenlose Pizza für Einsatzkräfte

17.13 Uhr: Inmitten der Trauer und Fassungslosigkeit nach dem Anschlag in London gibt es auch ermutigende Szenen. Der Pizzabäcker Teo Catino stellt am Freitag Tapeziertische in der Nähe des Anschlags auf und verteilte kostenlos Pizza und Getränke an Einsatzkräfte. Per Kurznachrichtendienst Twitter laden Menschen Betroffene zu Tee und Gebäck in ihre Wohnungen ein. Taxifahrer bieten kostenlos ihre Dienste an. „Wir müssen einfach weitermachen“, sagt ein Anwohner.

17.03 Uhr: In sozialen Netzwerken kursieren Fotos eines brennenden weißen Eimers, der in einer Supermarkttüte steckt. Die Bombe ist wahrscheinlich nicht wie geplant hochgegangen, spekulieren britische Medien unter Berufung auf Polizeikreise - sonst hätte es womöglich mehrere Todesopfer gegeben.

16.55 Uhr: Noch Stunden nach der Bombenexplosion in einer Londoner U-Bahn herrscht Ausnahmezustand an der Haltestelle Parsons Green. Die Straßenzüge um den oberirdischen Bahnhof im Zentrum der Metropole sind weiträumig abgesperrt, Hubschrauber kreisen am Himmel. Spürhunde suchen jeden Zentimeter vor dem Bahnhof ab. Für die Londoner sind solche Bilder schon fast traurige Routine: Schon zum vierten Mal wurde die britische Hauptstadt in diesem Jahr Ziel eines Anschlags.

Trump verärgert mit seinem Kommentar die britischen Behörden

16.43 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Kommentar zu dem mutmaßlichen U-Bahn-Anschlag in London den Unmut der britischen Sicherheitsbehörden hervorgerufen. Trump schrieb am Freitag auf Twitter, die mutmaßlichen Attentäter seien im Vorfeld "im Visier von Scotland Yard" gewesen. Es sei notwendig, "proaktiv" gegen die Extremisten vorzugehen, fügte er hinzu.

Die Londoner Polizei bezeichnete den Kommentar des US-Präsidenten als "nicht hilfreiche Spekulation". Nick Timothy, der frühere Stabschef von Premierministerin Theresa May, zeigte sich überzeugt, dass Trump nicht wisse, wovon er rede. Ob die Anmerkung des US-Präsidenten zutreffe oder nicht - sie sei "so wenig hilfreich" vom Präsidenten eines Landes, mit dem Großbritannien in der Geheimdienstarbeit kooperiere, schrieb Timothy auf Twitter.

Es war zunächst völlig unklar, ob die britischen Behörden konkrete Hinweise darauf hatten, wer hinter der Detonation des Sprengsatzes steckte und ob ihnen der oder die möglichen Täter tatsächlich bereits im Vorfeld bekannt waren. Träfe dies zu, dann hätte Trump die brisante Information preisgegeben, bevor die britischen Behörden damit an die Öffentlichkeit gingen.

16.24 Uhr: Mit bewegenden Worten macht Londons Bürgermeister Sadiq Khan seiner Stadt nach dem Terroranschlag mit mindestens 22 Verletzten in der  Londoner U-Bahn Mut:  

„Was wir heute gesehen haben, ist ein Versuch böser und feiger Terroristen zu töten, zu verletzen und unsere Art zu Leben zu stören. (...) Wir werden niemals zulassen, dass Terroristen unsere Gesellschaft spalten. Wir werden niemals zulassen, dass sie Erfolg haben. Die Londoner werden heute und in den nächsten Tagen eine erhöhte Polizeipräsenz sehen, aber die Polizei ist da, um Sicherheit zu garantieren. Meine Botschaft an die Londoner ist, aufmerksam, wachsam zu sein - nicht verängstigt zu sein und die Ruhe zu bewahren.“

16.10 Uhr: Mitten im Berufsverkehr explodiert in einer Londoner U-Bahn eine selbstgebaute Bombe. Die Polizei setzt eine Großfahndung in Gang. Waren es erneut islamistische Extremisten?

Kanzlerin Merkel drückt Anteilnahme aus

14.55 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach der Bombenexplosion in London die Anteilnahme und Solidarität Deutschlands deutlich gemacht. „Unsere Gedanken sind natürlich bei den Verletzten. Unsere Gedanken sind bei der britischen Bevölkerung“, sagte Merkel am Freitag nach einem Gespräch mit dem französischen Premierminister Edouard Philippe in Berlin. Auch wenn die genauen Hintergründe noch nicht bekannt seien, sei der Fall eine Bestärkung dafür, die internationale Zusammenarbeit zum Kampf gegen islamistischen Terrorismus zu verstärken.

14.12 Uhr: Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem oder den Tätern. „Die Fahndung läuft“, sagte Bürgermeister Sadiq Khan am Freitag dem Radiosender LBC. Ob bereits konkrete Personen im Visier der Behörden sind, dürfe er aber nicht sagen.

Augenzeugen berichten von „Feuerball“

14.05 Uhr: Nach der Explosion einer selbstgebauten Bombe in einer U-Bahn in London haben Augenzeugen und Opfer von Verbrennungen und anderen Verletzungen unter den Passagieren berichtet. „Ich telefonierte gerade und hielt mein Gesicht seitlich zum Ort der Explosion“, sagte Fahrgast Peter Crowley der BBC. Plötzlich habe er einen extrem heißen „Feuerball“ über seinem Kopf gespürt. Auf den Bildern erkennt man Brandwunden in Crowleys Gesicht sowie versengte Haare. „Es gab Menschen, die sahen deutlich schlimmer aus als ich“, sagte er.

Die 18-jährige Rachel Green sagte dem Sender, sie habe während ihrer Arbeit in einem Café nahe der Station einen lauten Knall gehört. Anschließend seien verstörte Menschen aus dem oberirdisch gelegenen U-Bahn-Gebäude geströmt. „Es waren mehr als 100 - Frauen kamen heraus ohne Schuhe, angeschlagen und zerschrammt.“ Sie habe auch Mütter mit kleinen Kindern gesehen - „es war Schulbeginn“, sagte Green.

13.55 Uhr: Die Zahl der bei einer Bombenexplosion in einem Londoner U-Bahn-Zug Verletzen ist von 18 auf mindestens 22 gestiegen. Während 18 Opfer in Krankenhäuser gebracht wurden, haben drei Verletzte eigenständig Krankenhäuser aufgesucht, hieß es in einer Mitteilung des staatlichen Gesundheitsdiensts NHS von Freitag. Kein Opfer war nach Angaben des Rettungsdienstes schwer oder lebensgefährlich verletzt worden.

„BBC“ nennt Details zur Bombe

13.40 Uhr: Die selbstgebaute Bombe in einem Londoner U-Bahn-Zug ist möglicherweise mit Hilfe eines Zeitzünders explodiert. Das berichtete die BBC am Freitag unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Unklar ist, wie die Bombe in den Zug gelangte. Hunderte Beamte seien damit beschäftigt, Videomaterial und andere Beweismittel auszuwerten, teilte der Chef der Londoner Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, mit.

13.07 Uhr: Nach der mutmaßlichen Terrorattacke auf eine U-Bahn in London mit mindestens 18 Verletzten hat US-Präsident Donald Trump zu einem härteren Umgang mit Terroristen aufgerufen. Terroristen wie die in London seien Verlierer („loser“), twitterte Trump am Freitag.

In einem zweiten Tweet schrieb Trump, das Internet sei das wichtigste Rekrutierungswerkzeug der Terroristen: Dieses müsse „abgeschnitten und besser genutzt“ werden. Bei den Terroristen handle es sich um kranke und verrückte Leute, die die Polizei von Scotland Yard bereits im Auge gehabt habe. „Müssen proaktiv sein!“, schrieb Trump.

12.53 Uhr: Die Explosion in dem Londoner U-Bahn-Zug ist durch eine selbstgebaute Bombe verursacht worden. Das teilte der Chef der Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei, Mark Rowley, bei einer Pressekonferenz mit.

12.38 Uhr: Vor etwas mehr als zwölf Jahren, am 7. Juli 2005, war die Londoner U-Bahn schon mal Ziel eines Terroranschlags. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in einem Zug und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

12.33 Uhr: Bei dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Londoner U-Bahn-Zug wurden am Freitag 18 Menschen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Das teilte der Londoner Rettungsdienst per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Keiner der Verletzten sei in einer ernsten oder lebensgefährlichen Lage, hieß es in der Mitteilung.

12.25 Uhr: Die Bundesregierung hat nach der Explosion in der Londoner U-Bahn ihre Besorgnis ausgedrückt. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte am Freitag, „dass wir in großer Sorge sind über das, was dort geschieht“. Noch stehe allerdings nicht „mit letztlicher Sicherheit“ fest, ob es sich um einen terroristischen Anschlag oder ein Unglück handele.

12.07 Uhr: Der britische Außenminister Boris Johnson hat nach einer Explosion in einer U-Bahn im Westen Londons die Menschen aufgerufen Ruhe zu bewahren. „Leider habe ich nur eingeschränkte Informationen und es ist im Moment sehr wichtig, nicht zu spekulieren“, sagte Johnson dem Nachrichtensender Channel 4 News. „Alle sollten die Ruhe bewahren und ihren Alltag ganz normal fortsetzen, so normal wie es irgendwie geht.“ Johnson verwies für weitere Informationen auf die zuständigen Behörden.

12.05 Uhr: Der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, hat den Opfern sein Mitgefühl ausgedrückt. „Terrorismus kennt keine Grenzen und wird besiegt, indem man zusammenarbeitet“, erklärte Tajani am Freitag auf Twitter.

11.59 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in der Londoner U-Bahn mit mehreren Verletzten hat der Bürgermeister Sadiq Khan die Bluttat verurteilt. „Unsere Stadt verurteilt die widerwärtigen Individuen, die mit Terror versuchen, uns zu schaden und unsere Lebensweise zu zerstören“, sagte er laut einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. London werde sich niemals vom Terror besiegen lassen. An die Bürger appellierte er, ruhig und zu gleich wachsam zu bleiben.

11.53 Uhr: Nachdem die oberirdische Metro-Haltestelle Parsons Green weiträumig gesperrt wurde, durchsuchten bewaffnete Polizisten die Zugwaggons. Auch Einsatzkräfte der Spurensicherung sind vor Ort.

Bewaffnete Polizisten durchsuchen die U-Bahn.

11.47 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May hat den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung einberufen.

11.40 Uhr: Augenzeugen haben von panikartigen Zuständen berichtet. „Wir liefen die Treppen runter, und es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen“, sagte ein Mann namens Luke am Freitag dem Sender BBC5. Eine Frau namens Emma schilderte: „Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren.“ Andere Zeugen sprachen von einer „Flammenwand“ in dem Waggon.

11.30 Uhr: Wie die englische Zeitung The Sun berichtet, wurden bei der Explosion mindestens 20 Menschen verletzt.

11.24 Uhr: Die Londoner Polizei geht bei der Explosion in einem Londoner U-Bahn-Zug am Freitag von einem Terroranschlag aus.

11.18 Uhr: In den sozialen Medien wurden Berichte verbreitet, wonach ein Polizist am Tatort gesagt habe, dass es womöglich einen zweiten Sprengsatz gebe, der entschärft werden solle. Dafür gab es zunächst ebenso keine offizielle Bestätigung wie für die Behauptung, es werde nach einem Mann mit einem Messer gefahndet.

11.15 Uhr: Als Reaktion auf den Vorfall in der Londoner U-Bahn-Station Parsons Green hat die Polizei die Bevölkerung aufgefordert, den Ort bis auf weiteres zu meiden. Rettungskräfte seien weiterhin im Einsatz, teilte die Metropolitan Police via Twitter mit.

Explosion in Londoner U-Bahn - Mehrere Verletzte

London - In einem vollbesetzten U-Bahn-Waggon in London hat es nach Medienberichten am Freitagmorgen eine Explosion gegeben. Die Metro-Haltestelle Parsons Green wurde gesperrt, der Zugverkehr teilweise unterbrochen, wie die Polizei mitteilte. Beamte seien vor Ort und zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, teilte der Londoner Ambulanz-Service mit. Der Sender BBC berichtete von mehreren Verletzten mit Verbrennungen.

Dieses Bild kursiert derzeit im Netz. Es zeigt einen weißen Eimer, der die Explosion ausgelöst haben soll.

In sozialen Medien kursierte ein Bild von einem weißen Eimer in einer Supermarkt-Tüte, der angeblich eine kleine Explosion ausgelöst haben soll. Aus dem Eimer hingen Drähte. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Fotos noch nicht. Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer „Flammenwand“, die sich in dem U-Bahn-Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen. Der Vorfall soll sich gegen 08.20 Uhr (Ortszeit; 09.20 Uhr MESZ) ereignet haben.

dpa

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