Zwischen Wattenscheid und Essen bzw. in Hagen-Haspe

ICE und Eurobahn mit Steinen beworfen: Bundespolizei sucht Täter mit Helikopter

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Die Frontscheibe der Eurobahn wurde im Bereich Hagen-Haspe von einem Stein getroffen und beschädigt. Zur Vollansicht des Fotos klicken Sie bitte oben rechts.

Hagen/Essen - Ein Intercity und eine Eurobahn sind nach Angaben der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin am Mittwoch von Unbekannten mit Steinen beworfen worden. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen Wattenscheid und Essen Hauptbahnhof bzw. im Hagener Stadtteil Haspe. Der ICE konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen. Wir fassen beide Vorfälle hier zusammen.

Am Mittwochabend wurde der IC 2321 im Streckenabschnitt zwischen den Hauptbahnhöfen Bochum und Essen mutmaßlich mit Schottersteinen beworfen. Gegen 21 Uhr stellten Beamte der Bundespolizei in Essen die Beschädigungen an dem Zug fest, der seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. "Der betroffene Zug wurde im Essener Hauptbahnhof komplett ausgesetzt. Die betroffenen Reisenden mussten auf andere Bahnverbindungen umsteigen", so die Bundespolizei.

Die setzte umgehend einen Helikopter zur Fahndung nach möglichen Tätern ein - allerdings ohne Erfolg. Der Sachschaden beträgt nach aktuellen Schätzungen ca. 2500 Euro. "Hinzu kommt der monetäre Schaden, welche die Verspätungen und Zugausfälle verursacht haben", teilte die Bundespolizei weiter mit. Sie ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Bereits am Mittwochmittag bewarfen bislang Unbekannte eine Eurobahn mit Steinen. "Gegen 13 Uhr wurde die Bundespolizei darüber informiert, dass die Eurobahn auf der Fahrt von Schwelm nach Hagen im Bereich der Leimstraße im Stadtteil Hagen-Haspe mit Steinen beworfen wurde. Dadurch wurde die Frontscheibe des Zuges getroffen und beschädigt", heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstagmorgen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei leiteten zwar umgehend eine Nahbereichsfahndung ein. Täterhinweise ergaben sich allerdings nicht.

Die Bundespolizei leitete in beiden Fällen Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr ein und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. "Wer Hinweise auf den oder die Täter geben kann, sich unter der kostenfreien Servicenummer der Bundespolizei 0800-6888000 melden", heißt es weiter.

Es handele sich um kein Kavaliersdelikt. Je nach schwere der Tat und eingetretenen Schaden könne eine mehrjährige Haftstrafe durch die Gerichte verhängt werden. - eB

Quelle: wa.de

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