Zweistündiger Warnstreik der Fluggastkontrolleure

DÜSSELDORF - Protestaktionen des privaten Sicherheitspersonals haben am Dienstagmorgen am Flughafen Düsseldorf für Verspätungen und Schlangen an der Abfertigung gesorgt.

Nach Angaben eines Verdi-Sprechers traten rund 100 Fluggastkontrolleure der Frühschicht in einen zweistündigen Ausstand. Von 4.00 bis 6.00 Uhr sei es an der Gepäck- und Sicherheitskontrolle beim Check-in zu Verspätungen von etwa 20 Minuten gekommen, so der Sprecher.

Die Gewerkschaft Verdi möchte mit den Warnstreiks auf die unsicheren Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit von rund 12 000 Beschäftigten bundesweit aufmerksam machen. "Der Ausdehnung befristeter Arbeitsverhältnisse muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden", verlangte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander. Laut Verdi arbeiten am Düsseldorfer Flughafen von rund 600 Beschäftigten im Bereich der Fluggastkontrolle etwa 450 in Teilzeit.

Verdi befindet sich in langwierigen Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDWS). Aktuell stecke man in der zehnten Runde. "Die ersten Warnstreiks werden Bewegung auf der Arbeitgeberseite bewirken", erklärte Andrea Becker, Verdi- Fachbereichsleiterin für die Sicherheitsbranche in NRW. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 27. Juli vorgesehen. - lnw

Quelle: wa.de

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