Zweijähriger verhungert - Gericht prüft Anklage gegen Betreuerin

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Gegen die Frau war bereits am Amtsgericht Medebach verhandelt worden. Der Amtsrichter hatte das Verfahren aber im Februar vor einem Jahr an das Landgericht Arnsberg verwiesen.

Arnsberg/Medebach - Nach dem Hungertod eines zweijährigen Jungen aus dem Sauerland ist noch nicht klar, ob sich auch eine Mitarbeiterin des Jugendamts Hochsauerlandkreis vor Gericht verantworten muss.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr fahrlässige Tötung vor und hat Anklage erhoben. Die Frau soll sich nicht ausreichend um die Familie gekümmert haben.

Die Verteidigung der Frau hat beantragt, das Hauptverfahren nicht zu eröffnen, wie das Amtsgericht Medebach erklärte. In ihrem Antrag habe die Verteidigung auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten bei der Familienbetreuung verwiesen. Das müsse jetzt geprüft werden.

Der zweijährige Junge war im Februar 2014 gestorben, seine neun Monate alte Schwester konnte von Ärzten gerettet werden. Gegen die Frau war bereits am Amtsgericht Medebach verhandelt worden. Der Amtsrichter hatte das Verfahren aber im Februar vor einem Jahr an das Landgericht Arnsberg verwiesen.

Quelle: wa.de

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