Feuerdrama am Sonntagabend

Telgte: 2 Schwerverletzte bei Flugzeugabsturz

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[UPDATE 12.10 Uhr] TELGTE - Zwei Männer sind bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Telgte lebensgefährlich verletzt worden. Die L585 war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen gesperrt. Die Klärung der Ursache dauerte am Montag noch an.

Zur Unfallzeit gegen 18.10 Uhr befanden sich das danach abgestürzte Ultraleichtflugzeug vom Typ Dallach D 4 "Fascination" sowie eine Schleppmaschine für Segelflugzeuge nach Polizeiangaben im Landeanflug auf den Flughafen Berdel. Beide Maschinen befanden sich auf gleicher Höhe. Der 48-jährige Pilot aus Warendorf führte mit seinem Flugzeug ein Ausweichmanöver durch, dennoch kam es aus bislang ungeklärten Gründen zum Absturz in einem in Flughafennähe befindlichem Maisfeld. Die Schleppmaschine flog ein 32-jähriger Mann aus Münster.

Inwieweit das herunterhängende Schleppseil dieser Maschine mit dem Absturz in Zusammenhang steht, blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft Münster hat einen Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eingeschaltet, der an der Absturzstelle weitere Untersuchungen vornimmt. Die Ermittlungen des Sachverständigen, der Bezirksregierung Münster und der Polizei werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Der 48-jährige Warendorfer sowie der 56-Jährige aus Rheurdt sind ausgebildete Piloten. Der Warendorfer ist zugleich Fluglehrer und befand sich mit dem 56-Jährigen auf einem Einweisungsflug.

Zur Absturzstelle geeilte Ersthelfer befreiten die beiden Männer am Sonntagabend aus dem brennenden Wrack, leisteten Erste Hilfe und versuchten den Brand mit mitgebrachten Feuerlöschern einzudämmen. Die Feuerwehr Telgte löschte nach Alarmierung das brennden Flugzeug. Das DRK Telgte richtete am Flughafen für die Ersthelfer sowie den Betroffenen nahestehenden Personen eine Betreuungsstelle ein. Rettungshubschrauber brachten den Piloten aus Warendorf und seinen Flugschüler in Krankenhäuser.

Bei den Rettungsarbeiten verletzten sich ein 53-jähriger Ersthelfer sowie ein Feuerwehrmann. Vor Ort waren desweiteren der Löschzug Alverskirchen, Rettungswagen aus den Standorten Ostbevern und Telgte, der Notarzt aus Telgte sowie der OrgaLeiter und Leitende Notarzt des Rettungsdienstes.

Der Schaden des abgestürzten Flugzeugs wird auf 50.000 Euro geschätzt. - WA

Quelle: wa.de

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