Fast 300.000 Euro Sachschaden

Mehrere Verletzte nach zwei schweren Lkw-Unfällen auf der A1

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Zwischen der Anschlussstelle Unna und Kamen-Zentrum krachte es kurz vor 13 Uhr.

[Update 11.38 Uhr] Dortmund - Auf der A1 von Köln in Fahrtrichtung Bremen haben zwei schwere Lkw-Unfälle am Mittwoch für massive Behinderungen gesorgt. Zunächst waren am Mittag zwischen dem Kreuz Dortmund/Unna und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum drei Lkw kollidiert, dann ereignete sich ein Auffahrunfall mit drei Lastwagen zwischen dem Westhofener Kreuz und der Anschlussstelle Schwerte.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr gegen 12.50 Uhr ein mit Gasflaschen beladener Lkw über die Autobahn 1 in Richtung Bremen. 

Zwischen dem Autobahnkreuz Unna und der Anschlussstelle Kamen prallte der Lkw mit voller Wucht auf den Anhänger eines Sattelzuges. Der Fahrer dieses Tanksilo-Gespanns hatte zuvor staubedingt halten müssen. 

Durch den Zusammenstoß schob sich das Gespann auf einen weiteren, ebenfalls verkehrsbedingt haltenden, Lkw. Zu allem Überfluss fuhr direkt im Anschluss eine 19-Jährige Pkw-Fahrerin aus Unna in den mit Gasflaschen beladenen Lkw.

Als Folge der Kollision riss der Lkw den Silo des Sattelzuges auf. Dadurch strömten mehrere tausend Liter Gerstensaft auf die Fahrbahn.

Der eingeklemmte 42-jährige Fahrer des mit Gasflaschen beladenen Lkw konnte schwer verletzt aus dem Führerhaus geborgen werden. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann aus Greven in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Rettungskräfte fuhren die 19-jährige Pkw-Fahrerin ebenfalls in ein Krankenhaus.

Für die Dauer der Unfallaufnahme-und Bergungsarbeiten war die A1 in Höhe der Unfallörtlichkeit nur eingeschränkt befahrbar. Um 16 Uhr konnten zwei der drei Fahrstreifen wieder frei gegeben werden. Die Sperrung des rechten Fahrstreifens wurde um 19 Uhr aufgehoben. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 217.000 Euro.

Zweiter Unfall - zweiter Hubschrauber-Einsatz

Der zweite Unfall auf der A1 in die identische Fahrtrichtung ereignete sich gegen 14.20 Uhr in Höhe des Westhofener Kreuzes. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz und flog den 32-jährigen Lkw-Fahrer in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge bildete sich auf dem rechten Fahrstreifen der A1 in Richtung Bremen ein Kilometer langer Rückstau. Dies erkannte der 36-jährige Fahrer eines Sattelzuges rechtzeitig und bremste sein Gespann ab. Der Lkw eines 32-jährigen Tschechen prallte jedoch nahezu ungebremst auf dessen Heck. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sattelzug des 36-Jährigen gegen das Heck eines ebenfalls verkehrsbedingt haltenden Lkw geschoben.

Rettungskräfte mussten den schwer verletzten Fahrer aus Tschechien aus der völlig zerstörten Kabine bergen. Für den Transport des Mannes landete ein Rettungshubschrauber auf der A1. Der 36-jährige Lkw-Fahrer aus Castrop-Rauxel erlitt leichte Verletzungen.

Die A1 in Richtung Bremen musste für die Dauer von gut 90 Minuten voll gesperrt werden. Der Rückstau betrug in der Spitze bis zu 10 Kilometer. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden hier auf rund 81.000 Euro. - eB

Quelle: wa.de

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