Foto-Shooting sorgt für Aufregung

Zwei Lüdenscheider mit vermeintlichen Maschinenpistolen unterwegs

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Die Polizei stellte den Softair-Waffe sicher.

Lüdenscheid - Beunruhigte Anwohner und Passanten informierten die Polizei Lüdenscheid: Zwei Männer liefen am Freitagmittag mit vermeintlichen Maschinenpistolen über Altenaer- und Dannenbergstraße.

Auf der Polizeiwache Lüdenscheid meldete sich am Freitagmittag gegen 12 Uhr eine 34-jährige Frau aus Nachrodt-Wiblingwerde. Kurz zuvor hatte sie an der Altenaer Straße zwei dunkel gekleidete Gestalten gesehen, die dem Anschein nach mit Maschinenpistolen bewaffnet über die Straße liefen, teilte die Polizei erst am Montag mit.

Parallel gingen über den Notruf der Polizei mehrere Anrufe von besorgten Anwohnern ein, die die Personen ebenfalls im Bereich der unteren Dannenbergstraße gesehen hatten.

Täuschend echt aussehende Langwaffen

Polizeibeamten trafen die beiden 18- und 20-jährigen Lüdenscheider an und überprüften sie. "Sie führten eine täuschend echt aussehende, schwarze Langwaffe mit sich", hieß es weiter.

Auf polizeiliche Ansprache ließen die Männer die Waffe fallen. Sie gaben an, diese für ein so genanntes "Cosplay-Fotoshooting" zu brauchen.

Bei Cosplay handelt es sich um einen japanischen Verkleidungstrend, bei dem Manga-, Comic-, Film- und Computerspiel-Figuren möglichst genau nachgestellt werden.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Bei der Waffe handelte es sich um eine Softair-Waffe, die noch vor Ort sichergestellt wurde. Gegen die beiden Männer wird nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Wie Polizeisprecher Marcel Dilling auf LN-Nachfrage mitteilte, darf eine solche Druckluftwaffe nur von Personen in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, die einen kleinen Waffenschein besitzen. Benutzt werden darf sie auch dann nicht.

Die beiden Lüdenscheider hatten keinen kleinen Waffenschein vorzuweisen. Deswegen wird jetzt gegen sie ermittelt.

Entstehung gefährlicher Situationen

"Das Problem, wenn man solche Waffen mitführt, ist immer, dass sich andere Bürger Sorgen machen", sagte Dilling. Das führe immer wieder unweigerlich zu gefährlichen Situationen.

Quelle: wa.de

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