Unklare Brandursache

Zwei Kinder sterben bei einem Brand in Kleve

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Die Polizei sperrte das Gelände des ausgebrannten Hauses in Kleve ab.

[Update, 17 Uhr] KLEVE - Zwei Kinder im Alter von drei und acht Jahren sind in der Nacht zum Dienstag ums Leben gekommen, als das Backsteinhaus einer Großfamilie in Kleve am Niederrhein abgebrannt ist. Die Ursache für den Brand-Tragödie: Die Familie habe einem Brandgutachter zufolge die Kerzen am Adventskranz nicht ausgeblasen.

Um etwa 1.30 Uhr wurde die 42-jährige Mutter, die mit elf Kindern im Alter zwischen 3 und 19 Jahren in dem Haus wohnte, durch das Feuer aus dem Schlaf gerissen. Sie rief selbst die Feuerwehr. Für die beiden drei und acht Jahre alten Jungen sei jede Hilfe zu spät gekommen, sagte der Klever Feuerwehrchef Ralf Benkel.

Die Feuerwehr war mit 55 Einsatzkräften und elf Löschfahrzeugen im Einsatz. „Als wir am Einsatzort eintrafen, hatte sich die Mutter mit sieben Kindern schon ins Freie gerettet“, sagte Benkel. Mit Atemschutzmasken bahnten sich die Einsatzkräfte über Leitern den Weg durch das verqualmte Gebäude. „Wir konnten die beiden vermissten Kinder schnell finden und ins Freie bringen. Leider blieben die Reanimationsversuche erfolglos.“ Die Überlebenden kamen mit Schocksymptomen ins Krankenhaus.

„Der Notarzt lehnte verzweifelt an der Garagenwand. Dieses Bild bekomme ich nicht aus dem Kopf“, berichtet ein Nachbarin, die von dem Unglück geweckt wurde und dann aus ihrer Küche schaute. „Gegen halb zwei habe ich Sirenen gehört. Ich sah einige Flammen, die aus den Fenstern schossen, und unvorstellbar viel Qualm.“ Ihre Rettung verdanken die Überlebenden nicht nur den Rettungskräften, sondern auch dem beherzten Eingreifen einiger Nachbarn.

Ein 45-Jähriger, der mit seiner Familie erst vor einer Woche in das Haus gegenüber gezogen ist, hat nach eigenen Worten zwei der Kinder bei ihrem Sprung aus dem brennenden Haus auffangen können. „Ich habe Schreie von Kindern gehört. Als ich das Feuer sah, bin ich sofort raus“, berichtet der noch sichtlich geschockte Mann. - dpa

Quelle: wa.de

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