Züge an Rhein und Ruhr kommen pünktlicher

GELSENKIRCHEN - Nerviges Warten an der Bahnsteigkante - für Zehntausende Pendler ist das täglicher Alltag. Doch neue S-Bahnen und überarbeitete Zugkonzepte haben Abhilfe geschaffen - sagt der Verkehrsverbund auf der Grundlage neuer Statistiken.

Die Pünktlichkeit der Züge an Rhein und Ruhr hat sich deutlich verbessert. Das geht aus einer am Freitag in Gelsenkirchen vorgelegten Erhebung der Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) für 2011 hervor. S-Bahnen kamen danach im Schnitt nur noch um weniger als eine Minute zu spät, die Regionalexpresslinien verbesserten ihre Verspätungswerte um etwa ein Zehntel auf knapp zwei Minuten. Ausreißer blieben aber die täglich von Zehntausenden Pendlern genutzten Linien RE1, RE6, und RE11 mit fast drei Minuten Verspätung, sagte VRR-Chef Martin Husmann.

Vor allem im Raum Düsseldorf habe sich der Zugverkehr dank eines neuen S-Bahn-Konzeptes deutlich entspannt. Außerdem habe sich die Anschaffung von 84 modernen S-Bahnen ausgewirkt. Die 2011 eingeführten Verbesserungen in den oft überfüllten Regionalexpresslinien - etwa mit zusätzlichen Doppelstockwagen auf den Linien RE1, RE2 und RE5 - seien noch nicht komplett absehbar.

Insgesamt habe der Verkehrsverbund mit leicht gesteigerten 1,1 Milliarden Fahrten bei den Einnahmen erstmals die Eine-Milliarden-Euro Grenze überschritten, sagte VRR-Vorstand Klaus Vorgang. Im Schienenverkehr decken die Fahrgasteinnahmen etwa ein Drittel der Kosten, im Kommunalverkehr mit Bus und Bahn rund die Hälfte. Den Rest schießt die öffentliche Hand dazu.

Zu dem im November 2011 nach langem Streit eingeführten Sozialticket wollte Husmann sich noch nicht äußern. Das Monatsticket für 29,90 Euro ist nach ersten Zahlen bisher nur von knapp fünf Prozent der 850 000 Berechtigten gekauft worden. Sozialverbände führen das auf den Preis zurück. Sie hatten für einen Preis von maximal 15 Euro für das Ticket plädiert. Das Sozialticket laufe derzeit im Pilotbetrieb. Die Entscheidung über eine dauerhafte Einführung falle erst im Herbst, sagte Husmann.

Auch zu möglichen Tariferhöhungen für das nächste Jahr sagte Husmann nichts. Dies werde von den zuständigen Gremien im Sommer festgelegt. - lnw

Quelle: wa.de

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