Supernase "Edda" findet Drogen im Wert von mehreren hunderttausend Euro

Diese Menge Haschisch stellten die Zollbeamten sicher.

HAMM - Bei Kontrollen haben Zollfahnder auf der Autobahn 2 Drogen mit einem Schwarzmarktwert von mehreren hunderttausend Euro sichergestellt. Bei Hamm zogen die Fahnder an einem Tag drei Wagen aus dem Verkehr - drei Mal schlug Drogenspürhündin "Edda" an.

Dreimal an nur einem Tag trafen die Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege vom Hauptzollamt Dortmund mitten ins Schwarze. Nachdem die Dortmunder Zöllner bereits am 18. und 19. April Drogen im Straßenverkaufswert von über 200.000 Euro beschlagnahmt hatten, waren sie am 25. April erneut erfolgreich.

Gegen 13 Uhr kontrollierten die Beamten am vergangenen Mittwoch einen estnischen Pkw auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover auf der Rastanlage „Rhynern-Süd“. Der 37-jährige Este wirkte auffällig nervös und verwickelte sich bezüglich der Reiseroute zunehmend in Widersprüche. Nun wurde Drogenspürhündin "Edda" eingesetzt. Die neunjährige belgische Schäferhündin zeigte vorhandene Drogen im Heckbereich des Autos an. Nachdem die Seitenverkleidungen im Kofferraum entfernt wurden, kamen insgesamt 6.300 Tabletten der Marke „Subutex“ zum Vorschein.

Im Reserveradkasten war das Haschisch versteckt.

„Bei Subutex handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Opiat. Das wurde eigentlich als starkes Schmerzmittel nach Krebs- oder Tumoroperationen benutzt. Aktuell wird es aber auch als Alternative zum Heroin-Ersatz Methadon verschrieben“, so Uwe Jungesblut, Pressesprecher beim Hauptzollamt Dortmund. Ein Rezept konnte der Mann allerdings für diese Menge an Medikamenten nicht vorlegen.

Eine weitere mobile Einheit kontrollierte gegen 14.30 Uhr ebenfalls auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover einen russischen Pkw. Das Auto wurde an der Ausfahrt Hamm aus dem fließenden Verkehr gezogen. Der 23-jährige russische Fahrer machte zum Zweck seiner Tour unschlüssige Angaben, so dass die Zollbeamten einen Drogenschnelltest durchführten, der auf Cannabis positiv reagierte. Zur Lokalisierung etwaiger Drogen wurde Zollhündin "Edda" eingesetzt und binnen kurzer Zeit zeigte die Hundedame durch Kratzen im Kofferraum an, dass hier genauer nachgesehen werden sollte. Nachdem in einer nahegelegenen Werkstatt eine Platte im Kofferraum entfernt wurde, konnten die Zöllner die sehr große Menge von 85,6 Kilogramm Haschisch bergen, die in der Reserveradmulde fein säuberlich verpackt war.

Im Seitenteil waren die "Subutex"-Tabletten versteckt.

Kurze Zeit später wurde auf der Rastanlage „Rhynern-Süd“ ein norwegischer Pkw kontrolliert. Der 29-jährige polnische Fahrer wollte den erfahrenen Zöllnern weismachen, er transportiere auf dem Landweg vier gebrauchte Alufelgen von Norwegen über Deutschland nach Polen. Drogenspürhündin "Edda" ließ sich auch in diesem Fall nicht beirren und zeigte durch freudiges Kratzen im Heckbereich des Autos Drogen an. Diesmal wurde hinter den Seitenverkleidungen und in der Heckklappe des Kofferraums 7,7 Kilogramm Marihuana gefunden.

„Das war der bislang größte Drogenaufgriff, den die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund verbuchen konnte. Insgesamt wurden Drogen im Straßenverkaufswert von mehreren hunderttausend Euro an nur einem Tag von der Straße gezogen“, so Jungesblut weiter.

Die drei Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam verbracht. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Essen übernommen.

Quelle: wa.de

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