Schwierige Englisch-Prüfung: So reagiert das Schulministerium

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Symbolbild

Westfalen - Viel Wirbel gab es um die zentrale Abschlussprüfung für den mittleren Schulabschluss im Fach Englisch. Nun hat das Schulministerium reagiert.

Das Schulministerium hat den Schulen in Nordrhein-Westfalen am Dienstag ein neues Vorgehen zur Beurteilung der Schülerleistungen bei der zentralen Prüfungsarbeit für den Mittleren Schulabschluss im Fach Englisch vorgegeben und die bestehenden Bewertungsvorgaben angepasst. 

„Es geht um ein faires Verfahren im Interesse der Schülerinnen und Schüler. Mit den angepassten Bewertungsvorgaben wollen wir sicherstellen, dass auch der diesjährige Jahrgang angemessen und fair bewertet wird", sagte Staatssekretär Ludwig Hecke. 

Außerdem sollen Schülerinnen und Schüler auf eigenen Wunsch nach Beratung durch die Fachlehrkräfte die Klausur am regulären Nachschreibtermin wiederholen können.

Umstrittene Aufgaben für Englischprüfung in Soest entwickelt

Das Schulministerium habe die von Schülern, Eltern und auch Lehrern genannten Kritikpunkte geprüft. Dabei sei es zu dem Schluss gekommen, dass einzelne Prüfungsteile in diesem Jahr von einem großen Teil der Betroffenen als sehr anspruchsvoll und besonders herausfordernd wahrgenommen wurden.

Daher traf das Schulministerium folgende Entscheidungen:

  • Im Bereich Hörverstehen wurden als besonders schwierig wahrgenommene Aufgaben aus der Bewertung herausgenommen. Bei erfolgreicher Lösung erhalten Schülerinnen und Schüler aber Bonuspunkte, mit denen sie andere nicht erfüllte Prüfungsteile ausgleichen können. Die Notentabelle ist entsprechend angepasst worden.
  • In anderen Prüfungsbereichen ist der Bewertungsspielraum erweitert worden, um dem vorausgegangenen Unterricht noch stärker Rechnung tragen zu können.
  • Schülerinnen und Schüler, die auch unter diesen geänderten Voraussetzungen dennoch von einer Wiederholung der Klausur Gebrauch machen wollen, soll eine Teilnahme am Nachschreibtermin für die Zentralen Prüfungen im Fach Englisch ermöglicht werden. Dies sollte nach vorheriger Beratung durch ihre Lehrkräfte, aber vor Bekanntgabe der Note geschehen und mit dem Hinweis verbunden sein, dass es sich bei der Klausur für den Nachschreibtermin um bereits erarbeitete, den Lehrplananforderungen entsprechende und damit dem Haupttermin vergleichbare Aufgaben handelt.

Die Zentralen Prüfungen Klasse 10 werden an Realschulen, Gesamtschulen, Sekundarschulen und Hauptschulen geschrieben. Die Note der zentralen Prüfungsklausur fließt bis zu 50 Prozent in die Abschlussnote des Faches ein.

Quelle: wa.de

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