Zehn Jahre Haft nach Kindermord in Steinfurt

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Die Angeklagte muss für zehn Jahre ins Gefängnis.

Münster - Für den Mord an ihren drei Kindern ist eine Mutter aus dem münsterländischen Steinfurt zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Die 41-Jährige hatte im Mai 2014 zwei Grillschalen mit glühender Holzkohle in ihrem Schlafzimmer platziert und ihre Kinder in ihr Bett geholt. Die drei bis elf Jahre alten Kinder erlitten tödliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Die Mutter wollte ebenfalls sterben, überlebte aber als einzige.

Tat aus Verzweiflung

Die Frau habe die Tat aus Verzweiflung begangen, urteilte das Schwurgericht in Münster am Donnerstag. Der Ehemann saß im Gefängnis, die Familie drückten finanzielle Sorgen. Es wurde keine lebenslange Haft verhängt, weil die Angeklagte als vermindert schuldfähig galt. "Sie hat ihre Kinder in die Falle gelockt", sagte Richterin Gabriele Böhner bei der Urteilsbegründung. Die Kammer unterstellte der Mutter vor allem egoistische Motive. "Sie wollte nicht alleine sterben." Mit dem Urteil blieb das Schwurgericht vier Jahre unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Tiefe Spuren in Gehirn und Körper

Die Verteidigung hatte eine milde Bestrafung wegen Totschlags beantragt. Monatelang war unklar gewesen, ob der 41-Jährigen überhaupt jemals der Prozess gemacht werden könne. Das Kohlenmonoxid hat in Gehirn und Körper tiefe Spuren hinterlassen. Beim Gehen ist sie auf einen Rollator angewiesen, die Empathie scheint völlig abhanden gekommen zu sein. - dpa

Quelle: wa.de

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