Vogelgrippe: Puten und Hennen gekeult, Wuppertaler Zoo geschlossen

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Die toten Reiherenten aus dem Wuppertaler Zoo werden untersucht, um festzustellen, ob sie mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert waren (Symbolbild).

[Update 15.04 Uhr] Wuppertal - Nach dem Tod von fünf Reiherenten bleibt der Zoo Wuppertal vorläufig geschlossen. Es bestehe Verdacht auf Vogelgrippe, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Unterdessen wurden in NRW erneut Tausende Puten und Hennen nach Vogelpestausbrüchen gekeult.

Die Enten waren schon seit mehreren Wochen vorsorglich in Quarantäne-Ställen untergebracht. Es könne sein, dass die Tiere sich vorher bereits mit dem Virus angesteckt hätte, sagte eine Sprecherin. Am Nachmittag sollen genaue Untersuchungergebnisse vorliegen.

In der Nacht zum Donnerstag sind zudem Zehntausende Hennen und Puten nach Vogelpestausbrüchen gekeult worden. Allein in einem Zuchtbetrieb in Delbrück (Kreis Paderborn) wurden bis zum Donnerstagmorgen 36.000 Legehennen und 4000 Puten getötet. Zuvor war dort das für Geflügel hochansteckende Virus H5N8 nachgewiesen geworden, wie der Kreis Paderborn am Donnerstag mitteilte. 

In einem Nachbarbetrieb wurden vorsorglich 17.000 Küken und Junghennen sowie 2000 Enten getötet. Auch an der Grenze zwischen den Kreisen Wesel und Kleve war das Virus am Mittwoch in einem Putenmastbetrieb festgestellt worden. 

In Ställen der Ortschaften Hamminkeln und Haldern sollten insgesamt knapp 22.000 Puten gekeult werden. Bereits seit kurz vor Weihnachten gilt in Nordrhein-Westfalen Stallpflicht für Geflügel. 

Wie das von Wildvögeln übertragene Virus dennoch in die Mastbetriebe gelangen konnte, war zunächst unklar. Immer wieder war H5N8 in den vergangenen Wochen auch bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. - dpa

Hier lesen die Mitteilung des Wuppertaler Zoos (12.1.) im Wortlaut:

Seit gestern Abend besteht der Verdacht eines möglichen Ausbruches der Vogelgrippe im Grünen Zoo Wuppertal. In den letzen Tagen verstarben plötzlich fünf bereits aufgestallte Reiherenten.

Der Grüne Zoo Wuppertal folgte mit der Aufstallung den gesetzlich geforderten Maßnahmen, die durch die Geflügelpestverordnung festgelegt wurden. In Abstimmung mit dem Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt bleibt der Zoo Wuppertal momentan bis auf Weiteres geschlossen.

Über Neuigkeiten zum Sachverhalt und zur weiteren Vorgehensweise werden wir Sie weiterhin informieren.

Quelle: wa.de

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