Schwebebahn-Unfall: Ermittlungen gegen Monteure

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WUPPERTAL - Wegen des Schwebebahn-Unfalls in Wuppertal wird gegen zwei Monteure ermittelt. Sie müssen sich jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Die Ursache des Unglücks ist scheinbar winzig.

Drei Monate nach der Havarie der Wuppertaler Schwebebahn haben die Ermittler zwei Monteure im Verdacht, den Unfall verursacht zu haben. Den Sachverständigen zufolge hätten beide einen Stromabnehmer beim Einbau falsch justiert, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft und bestätigte damit WDR-Informationen. Gegen die Monteure werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die Ursache soll dabei winzig sein: Die Abweichung habe einen Zentimeter betragen. Dies soll dennoch ausgereicht haben, um die eiserne Stromschiene der Schwebebahn Mitte Oktober auf einer Länge von 260 Metern aus der Verankerung zu reißen. Sie stürzte in die Tiefe und demolierte mehrere Autos. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, 76 Passagiere saßen in zwölf Metern Höhe über der Wupper in dem havarierten Zug fest.

Der Schwebebahn bescherte die Havarie sechs Wochen Zwangspause: Die werktäglich gut 80 000 Passagiere mussten mit Ersatzbussen vorlieb nehmen.

Damit sich Ähnliches nicht wiederholt, wurden die Stromabnehmer der Züge inzwischen mit Sollbruchstellen versehen. Sie sollen künftig rechtzeitig abbrechen und die Stromschiene so nicht mehr herabreißen können. Die 13,3 Kilometer lange Schwebebahn-Trasse ist das Rückgrat des Nahverkehrs in der 350 000-Einwohner-Stadt. - dpa

Quelle: wa.de

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