Wuppertal sechs Wochen ohne Bahn - Konzept für Sperrung im Sommer

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In den Osterferien wurde Wuppertal komplett vom Schienennetz abgeschnitten, um an einem neuen elektronischen Stellwerk zu arbeiten. In den Sommerferien kommt es noch dicker: Dann fährt sechs Wochen lang kein Zug.

Wuppertal - Zwei Wochen ohne Bahnanschluss, das war im Frühjahr für viele in Wuppertal der reinste Horror. In den Sommerferien kommt es noch dicker: Dann fährt sechs Wochen lang kein Zug. Bahn und VRR stellen ihr Verkehrskonzept für den Ausnahmezustand vor. 

Die 350.000-Einwohner-Stadt Wuppertal ist in den Sommerferien mehr als sechs Wochen lang vom Bahnverkehr abgeschnitten. Der Grund für das in NRW bislang beispiellose Abkoppeln einer Stadt vom Schienennetz ist der Bau eines neuen Stellwerks für 32 Millionen Euro. 

Nach einer ersten Sperrung in den Osterferien hatte es am Schienenersatzverkehr viel Kritik gehagelt: Es gab zu wenig Hinweise auf die Busse, die Fahrer kannten teils den Weg nicht, und die Fahrtzeiten waren viel länger als angegeben.

Am Donnerstag (12 Uhr) stellen Bahn, Stadt und Verkehrsverbund VRR das Konzept für die 45-tägige Sperrung vor, die am 16. Juli um 22 Uhr beginnen wird: Die Busse zwischen den Hauptbahnhöfen Wuppertal und Düsseldorf sollen deutlich häufiger fahren. Auch die Verbindung mit Bus und S-Bahn mit der Nachbarstadt Solingen soll in den Sommerferien verstärkt werden. 

Studenten sind besonders betroffen: Während der Bahnsperrung ist Prüfungszeit für die 22.000 Studierenden der Universität. Mit der Vollsperrung sollen die Arbeiten an dem neuen Stellwerk pünktlich fertig werden: Am 30. August um 4 Uhr soll der Betrieb wieder anlaufen.

Quelle: wa.de

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