Zu Wochenbeginn mehrere tödliche Badeunfälle in NRW

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KÖLN - Bei den anhaltenden Sommertemperaturen hat es zum Wochenbeginn erneut tödliche Badeunfälle in Nordrhein-Westfalen gegeben. In einem Freizeitsee bei Höxter kam ein Mann während eines nächtlichen Bads ums Leben. Im Rhein bei Köln wurde ein junger Mann abgetrieben. Die Feuerwehr ging nicht davon aus, ihn lebend zu finden.

Die Rettungskräfte warnten eindringlich vor Selbstüberschätzung. Besonders in fließenden Gewässern wie dem Rhein werde die Gefahr häufig unterschätzt, teilte die Stadt Köln mit. "Überall können sich Strudel bilden, die selbst geübte Schwimmer nach unten in den Tod ziehen", hieß es.

Am Montagabend war in Köln ein 23 Jahre alter Brite im Rhein schwimmen gegangen und abgetrieben worden. Die Suche mit Tauchern, Booten und einem Hubschrauber blieb jedoch erfolglos. Ohne Aussichten, den jungen Mann noch lebend zu finden, stellten die Rettungskräfte die Suche am Dienstagvormittag dann ein. Sein 20-jähriger Freund, der ebenfalls mit ihm ins Wasser gegangen war, konnte gerettet werden. Er verhedderte sich in der Leine eines Anglers, der ihn aus der Strömung zog.

In Höxter wollte ein 49 Jahre alter Mann bei einer Feier an dem Freizeitsee gegen 1.00 Uhr am Dienstag noch ein nächtliches Bad nehmen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war der 49-Jährige beim Schwimmen irgendwann nicht mehr zu sehen. Taucher konnten den Mann nur noch tot bergen. Der Sprecher sagte, er nehme an, dass Alkohol im Spiel gewesen sei. Ob das aber Ursache für den Unfall war, ließ er offen.

Schon in den vergangenen Wochen waren immer wieder Menschen beim Baden tödlich verunglückt. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnte daher, nie alleine oder unbeaufsichtigt ins Wasser zu gehen. Auch sollten Schwimmer vor dem Baden keinen Alkohol trinken und besonders in unbekannten Gewässern vorsichtig sein.

In Köln warnten Polizei und Feuerwehr eindringlich vor dem Baden im Rhein: Zwar sei es an vielen Stellen nicht verboten. Sogwirkungen und Fahrrinnen bergen aber dennoch ein unkalkulierbares Risiko, wie ein Polizeisprecher sagte. - dpa

Quelle: wa.de

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