Nach Angriff auf Wanderin steht Wisent-Projekt auf der Kippe

+
Das europaweit beachtete Projekt einer freilebenden Wisentherde im Rothaargebirge steht möglicherweise vor dem Aus.

Siegen - Das europaweit beachtete Projekt einer freilebenden Wisentherde im Rothaargebirge steht möglicherweise vor dem Aus. Nach dem Angriff einer Wisent-Kuh auf eine Wanderin hat der Landrat des Hochsauerlandkreises Konsequenzen gefordert. Die im benachbarten Siegerland in die Freiheit entlassenen Tiere dürften die Grenze zum Hochsauerlandkreis nicht mehr übertreten.

"Wenn uns nicht noch eine geeignete Möglichkeit einfällt, dies zu gewährleisten, müssen wir über den Abbruch des Projektes sprechen", sagte darauf der Siegener Landrat Andreas Müller nach einer Sitzung der Koordinierungsgruppe für das Artenschutz-Projekt. Er habe sich aber noch vier Wochen Zeit erbeten, damit alle Beteiligten nach einer Lösung suchen könnten. 

Ein vom Landrat des Hochsauerlandkreises als "ultima ratio" ins Gespräch gebrachter Zaun komme nicht in Frage, sagte Müller. Das widerspreche dem Ziel der Freisetzung. Vor knapp drei Wochen hatte eine Wisent-Kuh, die kurz zuvor ein Kalb geboren hatte, eine Wanderin angegriffen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.